Teamfoto-2Beim Spielen am Strand hat Lukas ein Stück Holz übersehen und ist mit den Zehen dagegen gestoßen. „Das wird ein paar Tage weh tun“, erklärt ihm Dr. Hendrik Maters, der an diesem Freitagnachmittag seine Sprechstunde in der Sanitätsstation der Malteser auf Ameland abhält und dem Jungen einen Stützverband anlegt. Für mehr als 2.500 Kinder waren die Malteser in den letzten 14 Tagen Anlaufstelle bei kleineren und größeren Blessuren.

Einer der sieben ehrenamtlichen Malteser, die vierzehn Tage lang Sanitätsdienst für deutsche Ferienlager auf der niederländischen Nordseeinsel Ameland leisteten, ist der Emsdettener Marcel Schlüter. Bereits zum sechsten Mal nahm er an diesem Einsatz teil, der zwar viel Arbeit bedeutet, aber auch genügend Freiräume zum Erkunden der Insel bietet. Wenn die Helfer im Dienst sind – eine Schicht dauert immer 24 Stunden – leisten sie in ihrer Sanitätsstation Erste Hilfe, betreuen Sportturniere der einzelnen Ferienlager und deutschsprachige Gottesdienste, die von einem Pastoralteam im Auftrag des Katholischen Ferienwerkes Ameland angeboten werden. Wenn Rik Maters während seiner Sprechstunde bei den Maltesern Medikamente verschreibt, dann holen die Malteser diese im Anschluss in seiner Praxis ab und liefern sie in die Lager, die sich über die ganze Insel – von Buren bis Hollum – verteilen. Ein Service, für den die Ferienlager nur einen geringen Obolus bezahlen, sich dafür aber auch die Abrechnung mit den Versicherungen ersparen. In den vergangenen vierzehn Tagen haben Marcel Schlüter und sein Team insgesamt 279 mal Hilfe geleistet. Manchmal nur seelisch, wenn ein Kind sich nach Hause sehnt. Am häufigsten aber waren es Zeckenbisse und Mückenstiche. Oder eben Verletzungen an den Füßen, wie die von Lukas. Auch einen nächtlichen Einsatz hat es gegeben, als ein Kind aus einem Etagenbett gefallen ist. Während im Münsterland im Hinblick auf das Wetter zeitweise sprichwörtlich die Welt unterging, wurden die Ferienlager auf Ameland dafür umso mehr mit Sonne verwöhnt. Überrascht hat die Malteser daher, dass dennoch nur wenige Kinder mit Sonnenbrand, Sonnenstichen oder Kreislaufproblemen in ihre Sanitätsstation kamen. „Da haben die Lagerleiter gut aufgepasst“, freut sich Marcel Schlüter. Zu Hause hält es den Emsdettener übrigens nicht lange: Bereits in vierzehn Tagen wird er erneut für zwei Wochen nach Ameland fahren, um dort das dritte Einsatzteam zu unterstützen.

Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit | 52.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt | an mehr als 700 Orten | 1 Mio. Förderer und Mitglieder.

Informationen zum Einsatz der Malteser auf Ameland gibt es unter http://www.malteser-ameland.de

(Quelle: Foto/Text – Malteser Hilfsdienst e.V. Stadtverband Emsdetten)

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