IMG_3485-2(ms) Erst 14 Jahre jung und hat schon Geschichte geschrieben: Kim Kuczmik ist Sportlerin des Jahres 2014 und Mannschaft des Jahres 2014 und das in zwei unterschiedlichen Sportarten!

Der Hund „Mo“ schlägt sofort Alarm als „Alles Detten“ am frühen Abend im tiefsten Westum klingelt. Eigentlich wollte das Sprachtalent (Englisch und Französisch fließend, mit Spanisch hat sie gerade begonnen) jetzt noch eben sechs Kilometer laufen: „Wegen der Ehrung und dem ganzen Trubel ist gestern schon mein Training ausgefallen.“ Der draußen wütende starke Wind ist aber auch ein starkes Argument, sich erstmal hinzusetzen und uns ein paar Fragen zu beantworten.

Ruhig sitzen kann aber schnell zu einem kleinen Problem werden, schon nach kurzer Zeit tippt das ehrgeizige Powerpaket unruhig mit den eisblau-lackierten Fingernägeln auf die Tischplatte, – keine Frage, da steckt Leben drin, die muss sich beim Waldlauf oder HipHop abreagieren.

Beim Laufen strebt das ab und an launische Mädel in diesem Jahr die Westdeutschen Meisterschaften und damit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft an. Mit der YourDance Hip-Hop-Formation „Get it“ stehen gar die Europa- und Weltmeisterschaften im Focus. Vom Training her ergänzen sich die beiden Disziplinen, schwierig wird es nur, wenn Wettkämpfe anstehen, die finden häufig an Wochenenden statt, da kann es dann schon mal zu Kollisionen kommen.

Das hört sich alles nach verbissener, vorgezeichneter Sportlerkarriere an, Kim trainiert auch im NRW-Kader, ist von der Sportschule Kaiserau zur Sichtung eingeladen, erfüllt mit ihren Zeiten die Normen für landes- vielleicht sogar bundesweite Vergleiche. Die Martinum-Schülerin sieht das aber alles ganz locker, isst trotzdem fleißig weiter Rouladen mit Rotkohl, zieht auch schon mal ein chilliges Date mit den Freundinnen dem Training vor.

Und dann ist die Zeit auch schon um, „Mo“ hat es sich mittlerweile auf seiner Kuscheldecke gemütlich gemacht und zeigt recht wenig Interesse an dem, was um ihn herum so passiert, die jüngere Schwester Gina, die in beiden Sportarten ähnliche Ambitionen entwickelt, schleicht heimlich die Treppe hoch und die Eltern Karin und Alfred blättern stolz im digitalen Fotoalbum.

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.