Margit-Richters(ms) Beamtin im gehobenen, nichttechnischen Verwaltungsdienst, Leiterin des „Team 130“ im FD 10. Dann war da noch irgendetwas mit „KGST“, nicht zu verwechseln mit EGST, – gibt’s auch, ist aber etwas gänzlich Anderes. Und dass genau dieses Sprachenwirrwarr, das sogenannte Beamtendeutsch, für Otto-Normalverbraucher verständlich rüber kommt, unter anderem dafür ist sie zuständig: Margit Richters betreut mit Ihren Mitarbeiterinnen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Emsdettener Rathaus, bereitet Bürgerveranstaltungen vor oder auch schon mal den Festumzug zum 75-jährigen Stadtjubiläum. Wenn bei einem Bebauungsplan gar das Beamtendeutsch und Fachchinesisch der Ingenieure aufeinander treffen, – auch das wird nach außen hin verständlich kommuniziert.

„Alles Detten“ ist bei Margit Richters in Mesum zu Gast. Die örtliche Trennung, Privat- und Berufsleben findet sie ganz klasse. Das Baugebiet, in dem sie sich mit Ihrem Mann Thomas ein schmuckes Häuschen aufgebaut hat, ist für’s Navi noch nicht voll umfänglich erschlossen. Auffallend die zwei Fahnenmasten vor der Haustür: hier hängen dann am Wochenende die Banner vom 1. FC Kaiserslautern und SV Werder Bremen. Margit und Thomas sind beide im positiven Sinne fußballverrückt, gehen aber, was den favorisierten Verein angeht, getrennte Wege.

Bis zum ersten Kaffee um Neun gilt sie als Morgenmuffel, wird im Rathaus wissentlich von den Kollegen gemieden, danach dann hat sie für Alles und Jeden ein Lächeln auf den Lippen. Begeistert erzählt Margit Richters von einer Meisterfeier der sie in diesem Jahr mit einigen Freundinnen beiwohnen durfte, – allerdings nicht in München sondern gefeiert wurde in Lissabon der portugiesische Meister Benfica. Eigentlich wollte sie Sprachen studieren, dazu ist es dann doch nicht gekommen, hält sich aber mit Deutsch, Englisch und Französisch sowie ein paar Brocken Polnisch und Russisch ganz gut über Wasser. Und zu guter Letzt ist sie beim berüchtigten Emsdettener Altweiber-Karneval wieder zu finden, – oder auch nicht wieder zu finden, denn da verschwindet sie gerne mal genau mittendrin statt nur dabei, – der fängt ja auch erst um 11.11 Uhr an, bis dahin ist der Morgenmuffel abgelegt…..

 

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.