Das Abi erfolgreich in der Tasche, da will man erstmal die große weite Welt erleben, das war schon immer so, das ist jetzt so, und das wird vermutlich auch so bleiben. Sarah Zimmermann bildet da keine Ausnahme, aber ihr geht es dabei nicht nur ums Erleben. Sarah hat sich mit Unterstützung der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste bei „weltwärts“ beworben, eine Organisation die sich für Menschenrechte und Toleranz stark macht und die weltweit Freiwilligendienste vermittelt und betreut.  Ende August geht der Flieger ins 11.000 km entfernte Ecuador in Südamerika, genauer nach Santo Domingo. Dort wartet bereits eine Gastfamilie auf die Emsdettenerin, dort wartet bereits eine soziale Einrichtung auf Unterstützung aus dem Münsterland. Sarah Zimmermann wird dort Kinder, Jugendliche, Erwachsene unterschiedlichen Alters betreuen, ihnen vielleicht sogar das Gitarrespielen beibringen oder die deutsche Sprache. Sie selbst spricht (fast) fließend spanisch, unbedingtes Muss, wenn man an einem solchen Projekt teilnehmen möchte.

In einem Wochenendseminar in Bonn wurden die Teilnehmer darauf hingewiesen, was sie dort erwarten wird. Sarah Zimmermann hat seit einiger Zeit bereits Kontakt zu ihrer Vorgängerin, wird mit nützlichen Tipps überschüttet. 365 Tage durchgehend 30° C oder mehr sind Werte, die in Westfalen zwar im Moment mal erreicht werden aber auch schnell wieder Erinnerung sind. Dazu kommt die extrem hohe Luftfeuchtigkeit am Äquator. Wichtige Dokumente sollte man möglichst einlaminieren um sie vor der Nässe zu schützen.

Während eines vierwöchigen Schüleraustausches in Argentinien im vergangenen Jahr hat sie bereits einige Erfahrungen sammeln können. In dieser Zeit ist in ihr auch der Gedanke gereift, für länger den Kontinent zu wechseln.

Sarah ist sich schon bewusst, dass sie in Ecuador auf einige Standards verzichten muss, – und dazu gehört nicht nur das allmorgendliche Nutella. Tugenden wie Ordnung, Pünktlichkeit, Fleiß….. Eigenschaften, mühsam durch die Eltern Christof  und Beate anerzogen, sind in Südamerika eher zweitrangig. Vieles liegt im Moment noch im Ungewissen, – Abenteuer halt….

Ab wann sie die „Operation Ecuador“ für sich als Erfolg verbuchen wird, – ist unsere Frage: „Wenn ich angekommen bin!“ und damit, so erklärt sie dann im Nachsatz, ist nicht die Landung am Airport gemeint, Ankommen heißt für Sarah, wenn sie in ihrer Gastfamilie akzeptiert wird, ihre Arbeit geachtet wird und sie dort Freunde für gemeinsame Unternehmungen findet.

Sarah hat versprochen, sich regelmäßig bei „Alles Detten“ zu melden, wir werden also in lockeren Abständen immer mal wieder berichten. Dafür mussten wir ihr versprechen, eine Kontonummer zu veröffentlichen. Das Projekt wird zu 75 % durch „weltwärts“ und Bundesmittel gefördert, heißt also, dass 25 % selber getragen werden müssen.  Wer Sarah auf ihrem Weg nach Ecuador unterstützen möchte hat die Möglichkeit, an das Kolpingwerk Deutschland gGmbH, IBAN DE08 4006 0265 0017 9670 66   Swift-Code GENODEM1DKM  Betreff „Spende Kolping JGD – ECU 2922621 Sarah Zimmermann“ zu spenden. Ab 200,– € wird eine Spendenquittung ausgestellt, bei geringeren Beträgen kann der Zahlungsbeleg steuerwirksam der ESt.-Erklärung beigefügt werden.

Beim Gespräch mit „Alles Detten“ strahlte Sarah und war in ihrem Redeschwall kaum zu bremsen. Wir wünschen, dass diese Begeisterung während der zwölf Monate anhält und warten mit Spannung auf den ersten Bericht !!!

 

Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade.