ADJPG_4706Samstag morgen 5.45 Uhr. Viele Emsdettener schlafen um diese Uhrzeit noch. Doch die Cheerdancer aus Emsdetten, die in den Räumlichkeiten des Sportvereins Hembergen zu Hause sind, trafen sich, um zu den deutschen Meisterschaften vom Cheerleading und Cheerdance in die alte deutsche Hauptstadt nach Bonn zu fahren.

Eltern, Betreuer, Trainer (und „Alles Detten“) konnten es sich nicht nehmen lassen, dieses Spektakel, worauf sich die Kids Monate lang darauf vorbereitet haben, anzusehen. Pünktlich um 6 Uhr ging es los. Der Bus rollte vom Platz und die Stimmung war super, noch. Auf der Fahrt wurde gesungen, Spaß gehabt, aber der bevorstehende Aufritt war die ganze Zeit im Hinterkopf verankert. Als der Bus gegen 8.45 Uhr auf dem Parkplatz der Telekom-Arena in Bonn fuhr, hieß es erstmal Zeit vertreiben. Denn man war zu früh da. Nachdem das „Check in“ erfolgte, ging es schnell. Die Kids, Trainer und 2 Betreuer (in dem Fall Eltern) verschwanden in den Umkleidekabinen, um sich weiter vorzubereiten.

Das Make-Up wurde aufgetragen und Paietten wurden an die linke Gesichtshälfte mit einem speziellen Hautkleber befestigt. Die Haare der Mädchen wurden schon zum großen Teil am Abend zuvor geflochten. Diese Arbeit dauerte für die insgesamt sieben Dancer gut vier Stunden. Am Tag des Auftrittes wurden dann nur noch „Kleinigkeiten“ erledigt. Die Haare bekamen den letzten Schliff – mit einem Zick-Zack Muster. Kaum fertig mit dem Stylen, ging der Weg weiter zum WarmUp.

Eine große Halle, angeschlossen an der Arena, wurde in drei Teilen aufgeteilt. Im Ersten ging es hauptsächlich um das Aufwärmen. Dehnübungen, wo ein außenstehender die Augen verdrehen würde, standen hier an. Nachdem dies erfolgt war, ging es in den mittleren Hallenteil. Hier durfte der eingeübte Tanz noch einmal ohne Musik durchgegangen werden.

Da ein strenger Zeitplan eingehalten werden musste, ging es nach wenigen Minuten weiter in den dritten Teil. Hier durfte der Tanz noch einmal durgetanzt werden, aber mit Musik. Auch hier ging es im Anschluss prompt weiter. Zwischen Warmup und Auftritt war nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn die Cheerdancer nutzten jede Minute, um weitere Dehnübungen durchzuführen. Natürlich durfte der Spaß dabei nicht fehlen. Ein lockerer Spruch und immer ein Lächeln waren zu sehen und zu hören. Nachdem die „Passkontrolle“, in der alle Teilnehmer der Gruppe nach der Reihe aufgezählt wurden, durchlaufen war, standen die Kids in den Katakomben der Arena.
Eine Tür trennte die Gruppe noch von der Bühne. In den Gesichtern sah man, dass jetzt alle nur noch den Blick auf den Auftritt hatten. Gerade noch richtig gute Laune und jetzt Anspannung, Aufregung, Disziplin. Das machen Cheerdancer aus. Die Tür öffnete sich und der Gang in die Arena stand an. Noch hinter der Bühne konnten die Kids beobachten, was die Gruppe vor ihnen zu bieten hatte. Dann kam die Durchsage: „Als nächstes sehen wir die Cheerdancer des SV Hembergen!“

Jetzt hieß es, abliefern! Und das genau für 2.30 Minuten. Wäre der Auftritt länger oder kürzer gewesen, gäbe es Punktabzug. Keine 3 Minuten später war all das vorbei, worauf sich die Kids so lange vorbereitet hatten. Nach der Show konnte sich die Mannschaft auf einem Fernseher ansehen, wie sie getanzt haben, denn der Auftritt wurde aufgezeichnet. In der Umkleidekabine wurde dann spekuliert. War alles gut? Sind die Eltern zufrieden? Und vor allem: Welchen Platz haben wir zum Schluss.

Fragen über Fragen gingen rum. Erst einmal abschalten und die restliche Show genießen, Entspannung war angesagt. Gegen 13.30 Uhr war es dann soweit! Siegerehrung! Gespannt saßen die Dancer am Rand der Bühne. Die wohl spannendsten Minuten vom Tag liefen an. Zum Schluss hat es (leider) nur für den dritten Platz (von Drei) gereicht. Aber die Mädels ließen sich nicht unterkriegen. Auch wenn es nicht zum Meistertitel gereicht hat, war das Feedback einstimmig – und positiv! Viele von den Tänzerinnen hatten Freunde und Bekannte aus anderen Mannschaften wiedergetroffen. Ein großes Highlight war auch, dass die Kids ihr alte Trainerin und wahre Gründerin des Vereins getroffen haben. Alles im allem war es ein toller und interessanter Tag in der alten Hauptstadt.


Die Sportlerinnen nahmen´s sportlich – getreu dem olympischen Gedanken, dabei sein ist alles!

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Eike Brünen lebt, wohnt und lernt in der wunderschönen Stadt Emsdetten. Hier arbeitet er in einem großen Altenwohnheim und erlernt dort die Altenpflege.

In der Freizeit ist er stellvertretender Vorsitzender der Jugendabteilung des DRK-Emsdetten, dem Jugendrotkreuz. Das Fotografieren ist seine Leidenschaft. Er ist gerne in der Natur und findet da immer wieder interessante Motive. Weiter beschäftigt sich Eike Brünen sehr ausgiebig mit Portraitfotografie.