IMG_2624

(ms) „Du hier und nicht in Hollywood?“, – sind die Worte, mit denen ich auf dem Festplatz des HBO begrüßt werde. „Doch, da komm ich gerade her!“, denn das, was sich in der EMS-Sauna abgespielt hat, hätte kein Drehbuchautor besser schreiben können: Nach 2 x 30 Minuten regulärer Spielzeit geht es beim Stand von 28:28 in die Verlängerung und nach weiteren 2 x 5 Minuten liegt der TVE dann am Ende etwas glücklich mit 34:33 Toren vorne, gewinnt das Spiel und ist somit am morgigen Sonntag Finalist „Turnier 5“ der 1. Hauptrunde des DHB-Pokals 2015.

Ausgerechnet der noch vor nicht allzu langer Zeit im Dress des TV Emsdetten spielende und jetzt bei den Handballfreunden Springe unter Vertrag stehende Max Schüttermeyer hat mit seinen insgesamt zehn Treffern den Grün-Weißen das Leben sehr schwer gemacht. In Halbzeit 1 war der TVE klar feldüberlegen, hat stellenweise mit fünf Treffern vorne gelegen. Die Neuzugänge Krings und Antonewitch hatten große, sehenswerte Spielanteile. Auch Kropp, Rivesjoe und Gretarsson haben gleich mehrfach erfolgreich verwandelt. Die Überlegenheit der Emsdettener in der ersten Spielhälfte ging aber nach dem Pausentee mehr und mehr dahin, bis dann in der 47. Minute Maximilian Kolditz vom HF Springe einen seiner insgesamt sechs verwandelten 7-Meter sicher vom Punkt einnetzte und mit 23:23 erstmals den Ausgleich erzielte. Springe konnte dann im Anschluss auch gleich mit 24:23 in Führung gehen.

Die Emsdettener gaben das Spiel nun völlig aus den Händen, im Angriff immer häufiger leichtsinnige Ballverluste. Dass es hier zu keinem größeren Rückstand gekommen ist, dürfte wohl einzig und allein Nils Babin zu verdanken sein, der in dieser Phase auftrumpfen und so manche Chance des 2.-Liga-Aufsteigers HF Springe vereiteln konnte.

Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zunächst die 28:27-Führung für Springe und gleich darauf der Ausgleich für die Emsdettener, – die Halle steht Kopf, frenetischer Jubel. Schlusspfiff, Verlängerung, – hier kann der TVE dann ziemlich schnell mit zwei Toren in Führung gehen doch Springe kann mit Max Schüttermeyer gleich zweimal ausgleichen. Grenzenloser Jubel dann beim letzten Treffer: 34:33 für den gastgebenden TV Emsdetten. Finale, morgen, Sonntag, – geht da noch was???

Print Friendly, PDF & Email
TEILEN
Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.