IMG_9239(ms) Nun ist er nicht mehr aufzuhalten, der Double Ultra Triathlon Germany 2015. Mit dem feierlichen Einzug der Flaggen der teilnehmenden Nationen gestern Abend ins TennisCenter an der Blumenstraße, einigen Begrüßungsansprachen von Bürgermeister Moenikes , LGE-Vorsitzendem Wilp sowie dem Hausherren der Tennis-Anlage Möning, dem gemeinsamen Abendessen der Athleten (und drei Athletinnen) sowie ihrer Betreuerteams hat begonnen, was vor zwei Jahren wegen einer technischen Panne unter keinem so guten Stern stand. In diesem Jahr aber hat man vorgesorgt, werden zusätzlich an den Wendepunkten Rundenzähler postiert, vertraut also neben der Technik auch der guten alten Strichliste. Beim Eintreffen von „Alles Detten“ am frühen Abend, noch vor der Eröffnungsfeier zeigt sich wieder, dass außerhalb der 100 % perfekten Vorbereitung des LGE-Orga-Teams dann doch immer wieder etwas passieren kann: die Zuschauertribüne, aufgestellt von einem externen Dienstleister , eine Neuerung in diesem Jahr, die 120 Menschen Platz bieten soll, steht zunächst falsch herum, würde einen 1a-Blick auf die Blumenstraße stadteinwärts garantieren, nur leider wird das kaum jemand sehen wollen. Zum Glück wurde dieser Patzer bemerkt, bevor die Ränge ausgefahren wurden. Das dann notwendige Rangieren auf engstem Raum war wiederum eine Meisterleistung.

„Von den Teilnehmern der ersten Veranstaltung sind in diesem Jahr wieder 17 dabei.“ so Orga-Chef Udo Menzel, der selber Double-Ultra-Triathlet ist, allerdings nicht bei der heimischen Veranstaltung. Menzel weiß also in allen Belangen, wovon er spricht. „Für die technische Panne konnte und hat uns auch niemand verantwortlich gemacht. Den Sportlern hat das positive Umfeld gefallen, sind deswegen wieder gekommen“ weiß Menzel davon zu berichten, dass im Anschluss der letzten Veranstaltung eben dieses Feedback der Extrem-Sportler für das Orga-Team die ausschlaggebende Motivation „Wir machen weiter“ für die heutige Veranstaltung, deren Planungen im Übrigen seit 2013 laufen, war.

Die Stimmung bei Pasta und (alkoholfreiem) Weizenbier ist erstaunlich relaxed, man kennt sich untereinander. Dänisch, belgisch, französisch, spanisch – hier könnte man schon ein linguistisches Kurzpraktikum absolvieren, die meisten treffen sich dann doch irgendwo beim Englischen. Während der Emsdettener Guido Bünker erstmals am Start ist und einfach nur ins Ziel kommen will: „5 Minuten vorm Zeitlimit reicht mir da völlig aus“, haben die Routiniers schon konkretere Vorstellungen. Auf die Frage, ob eine derartig extreme Belastung überhaupt gesund sein kann, kommt eine Antwort, wie sie für Emsdetten nicht passender hätte sein können: „Das ist nicht gesünder oder weniger gesund als Schützenfest, nur die Vorbereitung darauf, die ist auf alle Fälle besser.

„Alles Detten“ bleibt den Sportlern an den Fersen und wird als nächstes vom Start berichten.

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.

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