Integrationskonferenz-230 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Organisationen, Institutionen und Einrichtungen konnten Bürgermeister Georg Moenikes, Elmar Leuermann als Projektverantwortlicher für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Emsdetten und Erika Leuteritz, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration und Ehrenamt, zur dritten Integrationskonferenz am Donnerstag, 17. September, im Ratssaal des Emsdettener Rathauses begrüßen.

Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Flüchtlinge in Emsdetten willkommen zu heißen, ihnen die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen und sie bestmöglich in die städtische Gemeinschaft zu integrieren. Beim regen Austausch wurde schnell klar, dass schon zahlreiche Maßnahmen und Projekte installiert wurden und viele Hilfen bereits bei den Flüchtlingen ankommen.

Bis Freitag, 25. September, leben 389 Asylsuchende in Emsdetten – Stand heute; die Zahlen können sich täglich ändern. Bei den vielen Flüchtlingen, die nach wie vor die Bunderepublik erreichen, stoßen die aufnehmenden Stellen und Institutionen an ihre Grenzen: Oftmals erfahren die Kommunen vor der Ankunft neuer Menschen nicht einmal deren Herkunftsland, was die Begrüßung und Aufnahme vor Ort extrem erschwert.

Neben der Unterbringung und wirtschaftlichen Versorgung der Asylsuchenden stellt auch deren soziale Betreuung eine immer größere Herausforderung dar. Im Rahmen der aktuellen Integrationskonferenz wurde deutlich, dass – vor allem durch den engagierten Einsatz vieler Ehrenamtlicher – bereits zahlreiche intensive Kontakte zwischen Einheimischen und Flüchtlingen entstanden sind. Verschiedene hilfreiche Angebote für Flüchtlinge wurden eingerichtet und werden dankbar angenommen – unter anderem das Café International, das Sprachcafé, eine Stadtführung und ein Baby-Begrüßungspaket.

Ziel der Stadt ist es, zumindest jeder Familie im Rahmen des Patenmodells eine Person zur Seite zu stellen, die sie bei diversen Fragen und Herausforderungen im Alltag unterstützt und Hilfen vermittelt. Zudem soll möglichst jedem Flüchtling innerhalb der ersten vier Wochen ein Angebot für einen Sprachkurs vermittelt werden. Darüber hinaus gilt es, Asylsuchende möglichst zeitnah nach ihrer Ankunft in die städtische Gemeinschaft zu integrieren. Dazu soll die Teilnahme an Freizeitaktivitäten, die Herstellung von Kontakten zu Vereinen oder die Vermittlung von Arbeitsgelegenheiten ermöglicht und forciert werden.

Emsdetten ist in Sachen Integration von Flüchtlingen bereits auf einem sehr guten Weg – darin waren sich am Ende der Sitzung alle einig. Dennoch gibt es noch einiges zu tun, um die vielfältigen Ideen und Hilfsangebote untereinander zu vernetzen, dem Bedarf der Flüchtlinge anzupassen und beides zusammenzubringen.

Da angesichts der Entwicklung der Zuzüge ehrenamtliches Engagement allein nicht mehr ausreicht, wird die Stadt in Kürze zusätzlich hauptamtliche Flüchtlingsbetreuer/innen einstellen.

Nach einer mehr als zweistündigen Sitzung vereinbarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationskonferenz, sich in Kürze erneut auszutauschen, um das komplexe Thema weiter zu beraten. Ziel ist es, die vorhandenen Angebote zur Unterstützung und Integration von Flüchtlingen vor Ort weiter zu strukturieren, zu ergänzen und sich untereinander bestmöglich abzustimmen.

(Quelle: Text/Foto-Pressestelle Stadt Emsdetten)

 

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