Sie wollten ein Zeichen setzen – im Kampf gegen Brustkrebs. Sie wollten sich sportlich engagieren – an bzw. über eigene Grenzen gehen. Sie wollten Spaß haben – etwas Außergewöhnliches erleben. Frauen aus Emsdetten (und Umgebung) machten sich am frühen Sonntagmorgen auf nach Gelsenkirchen – Ziel war die dortige Trabrennbahn. Dort fand der „Muddy Angel Run“ statt – Europas größte Hindernislaufserie.

Dass sie auf der Trabrennbahn nicht alleine sind, dass wussten sie – doch mit den weiteren 6989 Läuferinnen waren auch die Dettener von dem Mega-Event überrascht. „Ausverkauft!“, hieß es von den Veranstaltern. Und die versprachen eine Menge Spaß. „Wer hier mitläuft, sollte nicht aus Zucker sein. Es warten jede Menge Wasser, Schaum – und Schlamm auf uns!“, freute sich Melanie vor dem Lauf. 15 Hindernisse durften auf einer Strecke von fünf Kilometern zurückgelegt werden – Fitness spielte hierbei eher eine untergeordnete Rolle.

Ausgestattet mit pinken Shirts und Stirnbändern ging es auf den fünf Kilometer langen Parcours. Sie liefen durch Wassergräben, stapften durch Reifenstapel und robbten sich durch den Schlamm. Zu weiteren Highlights der Hindernisse gehörten zweifelsohne die „Schaum“-Station und das etwa vier Meter hohe Hindernis, welches frau überwinden musste. „Das ist nichts für Tussis!“, waren sich die Dettenerinnen schnell einig.

Aber warum macht man bei so einem Sportevent mit?  Ganz einfach – der „Muddy Angel Run“ hat sich den Kampf gegen Brustkrebs auf die Fahne geschrieben, Partner eines jeden Laufes ist der Verein „Brustkrebs Deutschland e.V.“, ein Zusammenschluss von Ärzten, Patientinnen und Angehörigen. Rund 60.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. „Die besten Präventionsmaßnahmen dagegen sind gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Vorsorgeuntersuchungen. Natürlich stehen beim „Muddy Angel Run“ Bewegung und gute Laune im Vordergrund. Gleichzeitig sind die Events aber eine tolle Möglichkeit, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen, es nicht mehr als Tabuthema zu betrachten, sondern sich darüber auszutauschen.“ berichtet Renate Haidinger, Gründerin und ehrenamtliche erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Brustkrebs Deutschland e.V. in einer Presseinformation.

Um 11.30h war der Start – um 12.45h der Zieleinlauf. Bei soviel Sport und Spaß verging die Zeit wie im Nu. Für viele Starterinnen war es der erste Lauf dieser Art – und womöglich nicht der Letzte. Auch für die Dettener Sportlerinnen wird dieses schlammige Event sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Dirk Herting ist ein waschechter Emsdettener. Er ist von Beruf Elektro-Installateur in einer großen Firma in Ochtrup. Seit ca. 6 Jahren hat er das Fotografieren für sich entdeckt. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der Portrait-Fotografie. Seine besondere Leidenschaft gilt jedoch zum Zeitpunkt der blauen Stunde. Mit großem Interesse stellt er sich nun der neuen Herausforderung: Eventfotografie, in Verbindung mit Berichterstattung auf der neuen Web-Site „Alles Detten“