11800104_904155046323591_6160603000467734152_nAm 3. Tag unserer Reise hieß es (wie fast immer) früh aufstehen, denn um 9.00 h ging es los. Entlang des Loch Linnhe, über Fort William zum Glenfinnan Monument. Das Glenfinnan Monument wurde im Jahr 1815 erbaut, um den Platz zu markieren, an dem im August 1745 Prinz Charles Edward Stuart „Bonnie Prince Charlie“ die ihn unterstützenden Highland Clans um sich versammelt und seine königliche Standarte gehisst hatte. Er beanspruchte damit den schottischen und englischen Thron im Namen seines Vaters James Francis Edward Stuart. Dies war der Beginn der zweiten Jakobiterrevolte, die acht Monate später in der Schlacht bei Culloden am 16. April 1746 niedergeschlagen wurde, aber dazu später mehr.

Direkt gegenüber des Monumentes liegt das Glenfinnan Viadukt, ein Eisenbahnviadukt durch eine der schönsten Strecken Europas. Berühmt ist dieses Viadukt aus verschiedenen Filmen, insbesondere aus der Harry Potter Serie, da hier der „Hogwarts Express“ das Viadukt passiert. Und den gibt es dann „fast“ wirklich und wir haben ihn gesehen. The Jacobite (auch als Jacobite Steam Train bezeichnet) ist ein dampfbetriebener Museumszug, der von Fort William nach Mallaig fährt. Benannt ist der Zug nach den Jakobiten (siehe oben).

Wir stiegen also auf einen kleinen Berg und hatten einen wunderbaren Ausblick – links das Monument – rechts der „Jacobite“. Insbesondere unsere „Zwerge“ waren begeistert, da die Lok so richtig ordentlich „Dampf macht“. Natürlich haben wir es uns auch hier nicht nehmen lassen, an diesem geschichtsträchtigen Ort zu musizieren. Direkt vor dem Monument haben wir wieder aufgespielt und das war an diesen Orten schon etwas Besonderes.

Dann ging es weiter über die wunderschöne Panoramastraße „Road to the Isles“ zum kleinen Küstenort Mallaig, wo der „Jacobite“ zwei Stunden halt macht. Von hier aus hat man bei gutem Wetter einen sehr guten Blick zu den Inseln Rum, Eigg, Muck und Canna sowie den südlichen Teil der Insel Skye sehen. Insbesondere die Insel Skye hätten viele wohl gerne noch gesehen, was leider aus zeitlichen Gründen diesmal nicht möglich war. Skye ist die größte und für viele auch die schönste Insel der „Inneren Hebriden“. Auch dort gibt es einen Teil schottischer Geschichte um den oben genannten „Bonnie Prince Charlie“.

Nach der verheerenden Niederlage der Schlacht von Culloden wurde Bonnie Prince Charlie von seinen Anhängern zunächst in den Highlands versteckt und entkam schließlich mit Hilfe der im Hochland auch heute noch als Heldin gefeierten Flora MacDonald in Frauenkleidern. Als „Zofe Betty Burke“ verkleidet, ruderte er zusammen mit Flora in einer abenteuerlichen Fahrt über das Meer zu der Insel Skye. Wie gerne hätten wir an dieser Stelle den „Skye Boat Song“ gespielt. Vielleicht beim nächsten Mal. Dieses schöne Stück wurde übrigens als Titelmelodie für die Serie „Outlander“ ausgewählt.

Nach einem Mittagessen in Mallaig ging es gestärkt wieder los in Richtung Fort William. Hier besichtigten wir dann die „Neptune’s Staircase“. (Neptuns Treppenaufgang). Sie besteht aus acht Schleusensegmenten hintereinander und ist die längste Schleusentreppe Großbritanniens. Ein Schiff benötigt etwa 90 Minuten um die acht Schleusenkammern zu passieren.

Ausklingen ließen wir den Tag mit etwas „shopping“ in Fort William und wahlweise einem gemütlichen Abend im Hotel oder dem Besuch eines typischen Pubs in Ballachulish, wo es sowohl Guinness als auch eine reichhaltige Auswahl Whisky gab. SLANGE VAR (das schottische „Prost“)

… und natürlich gibt es in Kürze weitere Berichte.

(Quelle: Text/Foto – Ems Highlander Drums & Pipes)

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