TSF_65311IMGP38413Dies stellten die „Ehrlich Brothers“, Chris und Andreas aus dem westfälischen Bünde, am Donnerstagabend fest, als sie die Zuschauer in der gut besuchten Emshalle verzauberten. Wenn die beiden Zauberkünstler zentnerschwere Bahnschienen zu einem Herz verbiegen und mit einem Motorrad aus einem überdimensionalen Tablet fahren, wenn sie, zusammen mit der vierjährigen Leonie aus dem Publikum, aus einen Kern einer Orangenfrucht ein Bäumchen wachsen ließen und eine Papierblume zu einer duftenden Rose erblühen ließen, war das für die Zuschauer magisch und unerklärlich. Illusionen wurden bei den „Ehrlich Brothers“ zur Wirklichkeit. Selbst in den oberen Rängen hatte man das Gefühl, die Zauberei direkt unter der Nase zu erleben, egal ob Andreas und Chris mit kleinen Kunststücken oder spektakulären Illusionen Wunder wahr werden ließen.

TSF_63775Apropos obere Ränge – wer sich in eine Show von Magiern begibt, der sollte vorab überlegen, ob er in einer der ersten Reihen sitzen möchte. Natürlich möchte man möglichst nahe an den Magiern sein, um vielleicht aus nächster Nähe die Zaubertricks verstehen zu können. Am Donnerstagabend lief man jedoch stets Gefahr, (un)freiwillig ein Teil der Show zu werden. Die beiden Magier machten es sich am zum Dauerspaß, durch die Reihen zu laufen und nach Gästen zu suchen. So zum Beispiel Brigitte und Walter, welche auf der Bühne von einer meterhohen Bahnschwelle eingerahmt wurde, die die beiden Brüder zuvor zu einem Herz verbogen hatten. 40 Jahre ist das Paar bereits verheiratet – so etwas hatten sie noch nicht erlebt. Pure Muskelkraft oder eine Illusion? Das verrieten Chris und Andreas natürlich nicht.

IMGP38606Schon zu Beginn der Show wussten die Magier, ihr Publikum in den Bann zu ziehen, als sie aus einem überdimensionierten, in der Luft hängenden Flachbildschirm heraus die Bühne betraten. Oder als sie später als romantische Zugabe aus einer Papierblume eine duftende Rose dem Publikum präsentierten. Faszinierend fand auch das Publikum, dass die Magier einen wahllos ausgewählten Schuh in einem schweren Eisblock versenkten: die junge Zuschauerin Lisa stellte diesen freiwillig zur Verfügung und durfte anschließend in Pantoffeln nach Hause gehen.

IMGP38454Die beiden Zauberkünstler holten sich nicht nur Hilfe aus dem Publikum – nein, sie hatten auch prominente Unterstützung. So telefonierten sie via Skype mit Mario Barth, der den Jungs einen Einkaufswagen voller alter Tickets zur Verfügung stellte. Helena, die nicht nur Fan der Ehrlich Brothers ist, sondern auch für Mario Barth schwärmt, sollte sich ein Ticket aus den vielen Hundert aussuchen und sich dessen Nummer merken. Mario Barth dachte kurz nach, behauptete, Helenas Ticketnummer zu wissen und schrieb die auf ein extra Zettel. Als Frauenversteher ist Barth bekannt – so war es dem Publikum anschließend klar, dass diese beiden Nummern übereinstimmen mussten. Neben Mario Barth hatten die beiden Magier auch Alexandrio eingeladen, die Show zu bereichern. Alelxandrio, ein Kamel in Form einer Bauchrednerpuppe, konnte seine Gedanken an Frauen übertragen – wie Angelika aus dem Publikum feststellte: ihre Aufgabe war es, einen Ort in Deutschland zu benennen. Alexandrio hatte vor seinen Auftritt genau diesen Ort auf eine Hinweistafel aufgeschrieben, wie sich herausstellte.

Mit diesen Tricks haben die „Ehrlich Brothers“ es verdient, auf den ganz großen Bühnen zu Gast zu sein. Neben zahlreichen TV-Auftritten und (internationalen) Preisen ist es nicht verwunderlich, dass z.B. auch David Copperfield Kontakt zu den beiden Westfalen aufgenommen hat, wie sie kürzlich berichteten.

Keine Frage – die „Ehrlich Brothers“ wussten, wie sie mit Magie ihr Publikum ins Staunen versetzten. Tosender Applaus zum Ende der Vorstellung war ihnen gewiss – es war ein spannender, magischer und vor allem unterhaltsamer Abend.


(Fotos: dh/ts, Text: ts)

 

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…ist gebürtiger Emsdettener und arbeitet hauptberuflich als Dipl.-Sozialpädagoge.

In seiner Freizeit fotografiert er gern, sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Eventfotografie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fotografie in der Zeit der blauen Stunde. Im November 2013 initiierte Shajek das Projekt “Emsdetten fotografiert”, welches ebenfalls auf Facebook zu finden ist. Mit “Alles Detten” verwirklicht er nun ein nächstes Projekt, motiviert und inspiriert durch befreundete Fotografen, die das Projekt “Alles Münster” betreiben.