…und das zeigte er am Samstag im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik. Mit annähernd 300 Besuchern konnte sich der Sunnyboy, der sonst mit „Verstehen Sie Spaß?“ ein Millionenpublikum erreicht, fast wie in seinem heimischen Wohnzimmer fühlen, familiäre Atmosphäre. Und, man hatte auch tatsächlich den Eindruck, dass er manchmal einfach nur so für sich, vor sich hin sinnierte, ohne Punkt und Komma… Und mit Werner und Marita waren dann auch ganz schnell Repräsentanten der Fan-Gemeinde im Saal gefunden, die immer mal wieder herhalten mussten.

Es war die Jubiläumstour, sein persönliches „Blondiläum“. Im bereits 26. Jahr seiner erfolgreichen Bühnenpräsenz ließ er noch einmal das vergangene Vierteljahrhundert Revue passieren, zeichnete die Stationen durch die Fernsehlandschaft nach. Zu Beginn wurden einige Videos eingespielt, Freunde, die ihm gratulierten: Steffen Henssler, Horst Lichter, Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser, Florian Silbereisen…. Ein Selfie von sich und dem Emsdettener Publikum war schnell „im Kasten“ und dann auch bald in den sozialen Medien gepostet.

Womit er damals schon punktete: Parodien auf Lindenberg, Boris Becker, Reich-Ranitzki, Hans Moser… Und wenn man die Augen schloss, hatte man den Eindruck, sie stehen leibhaftig vor einem. „Googeln“ war seinerzeit noch sächsischer Weihnachtsbaumschmuck, „chillen“ war der Wortfindung bis dahin erfolgreich davon gelaufen. Telefonzelle war nicht etwa der Aufbewahrungsort für straffällig gewordene Handys, – „Handys“???

Es war nicht die Kanonade an Witzen, wie er sie im Kölner Karneval zündet. Guido Cantz, der auch bei den Anfängen von „Genial daneben“ dabei war, hat geplaudert, seine Pointen gezielt aufgebaut, immer wieder in die Tasten gegriffen um seine Textbeiträge musikalisch zu untermalen.

Autogramme und Selfies waren dann nach zwei unterhaltsamen Stunden gern wahrgenommene Gelegenheit, die Erinnerung an diesen Abend zu dokumentieren. Und wenn man dann bei der nächsten Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ zum Millionenpublikum gehört, können die, die am Samstag im Bürgersaal dabei waren, sagen: „Ich war schon in seinem Wohnzimmer….“

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.

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