0671Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Organisationen, Institutionen und Einrichtungen konnte Bürgermeister Georg Moenikes zur ersten Integrationskonferenz am 28. Januar im Ratssaal begrüßen. Ziel war, die vorhandenen Angebote zur Unterstützung und Integration von Flüchtlingen und EU-Binnenwanderern vor Ort zu strukturieren und zu ergänzen.

Die hohe Teilnehmerzahl belegt die Bedeutung des Themas. Aktuell leben in Emsdetten ca. 4.700 Menschen mit Migrationshintergrund, das sind 13% der Gesamtbevölkerung. Hierin enthalten ist auch eine zunehmende Anzahl von Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Südosteuropa. Derzeit leben 215 Flüchtlinge in Emsdetten, das sind 0,6% der Gesamtbevölkerung.

Allen, gleich woher sie kommen und warum sie hier sind, soll ein gutes Ankommen in Emsdetten ermöglicht werden, weil dies auch förderlich für das Klima in unserer Stadt ist. Vieles wird bereits geleistet – durch die Stadt, in Kindertageseinrichtungen und Schulen, durch weitere Einrichtungen und Initiativen – in Form von professioneller und ehrenamtlicher Hilfe. Hier galt es bei der Konferenz einen ersten Überblick zu bekommen.

Beim engagierten Austausch miteinander wurde auch deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, um Neuankömmlinge aus anderen Ländern vorübergehend oder dauerhaft in die städtische Gemeinschaft aufzunehmen. Traumatische Erlebnisse in den Herkunftsländern, mangelnde Kenntnis der deutschen Sprache wie auch kulturelle Unterschiede führen zu vielfältigen Problemen im Alltag – bei den Migranten selbst wie auch bei den einheimischen Menschen, die ihnen begegnen. Hier gilt es, Aufklärung zu leisten, Hemmschwellen abzubauen und gute Wege für ein harmonisches Miteinander zu finden.

Nach einer mehr als zweistündigen Sitzung vereinbarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationskonferenz, miteinander im Austausch zu bleiben, sowohl kurzfristig durch Mailings also auch durch ein erneutes Treffen. Das Thema Integration von Zuwanderern ist in seiner Vielfältigkeit sehr komplex. Die Konferenz hat erste Schritte gemacht in Richtung Vernetzung der professionellen Akteure untereinander sowie mit dem Ehrenamt. Dessen Leistung und Möglichkeiten sollen zukünftig stärker gewürdigt und einbezogen werden.

(Text/Foto: Pressestelle Stadt Emsdetten)

 

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