IMG_2693(ms) Ganz ehrlich, es war jedem klar, dass der TVE gegen Flensburg keine Chance hat, – aber jeder hatte auch den Funken Hoffnung auf eine Sensation in sich, der Pokalwettbewerb ist halt immer mal wieder für einen Ausrutscher der vermeintlich Großen zu haben. Dieser Funke Hoffnung erlosch aber schon bereits bevor er zu glimmen beginnen konnte. Vielleicht das Positive vorweg: mit Maurice Behrens hat der TVE sich einen neuen Keeper verpflichtet, der heute erstmals in einem Pflichtspiel zum Einsatz kam – und das gegen den amtierenden Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt. Eine undankbare Aufgabe. Behrens stand während der kompletten zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten und konnte mit sechs herausragenden Paraden unter Beweis stellen, dass er für Nils Babin eine echte Alternative auf dieser Position darstellt.

Dass der TVE das Nachsehen haben würde, war ok, dass aber bei einem Endstand von 19:41 (9:20) der Gegner völlig außer Sichtweite geriet, davon war wohl niemand ausgegangen, hätte auch nicht passieren dürfen. In der 20. Minute, als die Flensburger bereits mit sechs Toren vorne lagen, konnte Anders Eggert gar mit einem Kempa-Trick einnetzen, der TVE vergab darauf hin und Flensburg verwandelte im Tempogegenstoß auf eine 8-Tore-Führung. Hier spielte ganz klar Champions-League gegen 2. Liga

Letztlich war es das Tempo und die Cleverness, die den Ausschlag gegeben haben. Sicherlich lag das Schiedsrichtergespann Fabian und Christian vom Dorff mit seinen Entscheidungen auch nicht immer ganz glücklich, – da gab es eine Vielzahl Dinge, die andere Referees möglicherweise anders gepfiffen hätten, aber das kann keine Entschuldigung sein. Aber es war ja nicht alles schlecht, – der enorme Kampfeswille und Einsatz von Tobias Rivesjoe zum Beispiel – vorbildlich. Auch die Möglichkeit, dass so manch ein Emsdettener Angreifer im Abschluss noch sicherer werden kann/muss, dürfte noch Motivationsschübe geben. 7-Meter ans Alu oder gar neben das Tor gesetzt, ist jetzt ärgerlich aber tun nicht besonders weh. Im Pokal ausgeschieden, hat der TVE jetzt alle Chance, sich ganz auf den Liga-Alltag zu konzentrieren und da die hier gezeigten Fehler wieder gut zu machen.

Und noch etwas war positiv: die Fans des TVE standen 60 Minuten lang wie eine 1 hinter ihrer Mannschaft!!! Na das lässt doch alles auf eine tolle Saison hoffen, – TVE let’s go, – am kommenden Freitag gegen die HSG Nordhorn-Lingen!

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.