aIMG_6051-6(ms)  365 Tage hat das Jahr, jeder Tag hat 24 Stunden, macht in Summe 8.760 Stunden, – und dennoch haben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Emsdettens 22.770 Stunden Dienst bei Einsätzen und Übungen geleistet. Das ist nur eine Zahl aus einem numerischen Feuerwerk, welches Stadtbrandinspektor Willi Kemper am Samstag auf der Jahreshauptversammlung gezündet hat. Ca. 160 Feuerwehrmänner und -frauen, alle in schmucker Uniform mit Orden und Ehrenabzeichen lauschen nach einem kurzen Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden dem vom Leiter der Feuerwehr Emsdetten sowie seinem Stellvertreter, Ralf Albers, zusammengestellten Zahlenwerk.

452 Einsätze wurden in 2014 gefahren, davon 58 Feuermeldungen, 216 Wasser- und Sturmschäden, 44 mal mussten Menschen aus einer Notlage befreit werden. „Die hohe Anzahl an Unwetterschäden und die Prognose der Meteorologen, dass derartige Ereignisse in Zukunft vermehrt auftreten werden“, so Kemper, „haben natürlich Auswirkung auf künftige Planungen“. So soll z. B. der bestehende Fuhrpark dahingehend angepasst werden, dass spezielle Hochwasserfahrzeuge, mit denen man auch noch eine Wassertiefe von 1,20 Metern trockenen Fußes bewältigen kann, angeschafft werden. Aber auch in die Ausrüstung der Einsatzkräfte, die im vergangenen Jahr 16.500 Meter Schlauch verlegt haben, wird investiert, ständig alles auf dem neuesten Stand der Technik. Sicherheit hat oberste Priorität. An dieser Stelle galt sein Dank der Stadt Emsdetten, die trotz der schwierigen Haushaltslage die Forderungen der Feuerwehr in vollem Umfang erfüllt. Bürgermeister Georg Moenikes dankte daraufhin in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Namen aller Emsdettener für ihren unermüdlichen Einsatz, wies auf die Unterstützung durch die Stadt im vergangenen Jahr in Höhe von 1,17 Mio € hin.

Nach einem weiteren Grußwort durch den Kreisbrandmeisters Reinhard Meyer begann die lange Stafette der Ehrungen und Beförderungen. Die erste an diesem Abend vollzogene Ehrung machte Stadtbrandinspektor Willi Kemper besonders stolz, war dies doch der erste Jahrgang, den er vor einem Vierteljahrhundert zusammen mit Benno Heuing ausbilden durfte:

Für 25 Jahre aktiven Dienst in der FFW Emsdetten wurden mit dem Feuerwehrehrenabzeichen in Silber des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW geehrt:

Ralf Albers, Sascha Gräbel, Frank Hruschka, Michael Mann, Jörg Possemeyer, Michael Rothe und Markus Sterthaus

Für 35 Jahre aktiven Dienst in der FFW Emsdetten wurden mit dem Feuerwehrehrenabzeichen in Gold des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW geehrt:

Andreas Borgmann, Dieter Schmedding, Walter Schölling

Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhält die Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren in NRW:

Vinzenz Ahmann, Heinrich Beermann und Karl-Heinz Veltrup

Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhält die Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren in NRW:

Paul Borgmann

Durch Teilnahme an Lehrgängen haben sich qualifiziert und werden befördert:

zum Unterbrandmeister: Tobias Austrup, Michael Bruns, Nadim Remmes und Benedikt Thröner

zum Brandmeister: Michael Mann, Benedikt Rammes

zum Hauptbrandmeister: Alex Beike, Michael Sonneck

zum Brandinspektor: Michael Koordt

zum Brandoberinspektor: Andreas Borgmann

Tim Rengers wird zum Kreissicherheitsbeauftragten ernannt.

Die einzelnen Tagesordnungspunkte immer wieder eingerahmt von Beiträgen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Emsdettens unter der musikalischen Leitung von Hendrik Vollmer wird die Versammlung dann nach einem umfangreichen Ausblick auf die in 2015 anstehenden Termine mit dem „Hannoveraner Zapfenstreich“ beendet: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.