Nach diesem Frühlingsball des Caritasverbandes Emsdetten-Greven kann der Sommer kommen. Er hatte sicherlich alles zu bieten, was man sich von einer solchen Veranstaltung erhofft: pikfein gekleidete Gäste, Livemusik die zum Tanzen animierte, edle Speisen, ein buntes Rahmenprogramm und bei manch einem sicher auch Frühlingsgefühle. Der Gebärdensprachenchor „Sing a sign“ vermittelte dann, was an diesem Abend allen in der EMS-Halle ins Gesicht geschrieben stand: „‚cause I’m happy!“

Aber zurück auf Anfang: Noch kurz vor Einlass der 480 Gäste in die festlich geschmückte Halle, in der – man kann es sich kaum vorstellen – schon 24 Stunden später wieder die Bundesliga-Handballer des TVE ackern, gibt Ulrike Wachsmund letzte Einweisungen an „Team Steffi“, „Team Jan“ und „Team Max“. Den rund 20 jungen Männern und Frauen werden jetzt die Tische zugeteilt, sie sind für das Servieren der Speisen und Abräumen des Geschirrs nach den einzelnen Gängen zuständig. Die jeweiligen Teamleiter für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. „Ihr werdet sehen, wenn das Uhrwerk läuft, macht das richtig Spaß.“, weiß Wachsmund aus ihrer langjährigen Erfahrung zu berichten. Dieser Hinweis geht besonders an die FSJ’ler die an diesem Abend das eingespielte Team von Stroetmanns Fabrik unterstützen. Im Hintergrund läuft noch der letzte Soundcheck der Big Band des Arnold-Jansen-Gymnasiums unter der Leitung von Peter Reckenfelderbäumer.

Und dann geht’s los, wenn zu 18 Uhr eingeladen wird, dann ist auch um 18 Uhr, jeweils plus/minus 15 Minuten, mit dem großen Andrang zu rechnen. Ausreichend ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass an der Garderobe alles rund läuft, sind behilflich, wenn mit „schwerem Gerät“ aufgefahren wird. Natürlich ist hier an Rollstuhlfahrer gedacht, auch Gehbehinderte mit Rollatoren finden mühelos zu ihren Plätzen. Menschen mit eingeschränkter Sehkraft werden begleitet, für Hörgerätenutzer ist gar eine „Ringschleife“ eingerichtet, deren Technik es ermöglicht, dass die akustischen Elemente des Abends mittels Bluetooth auf den „kleinen Mann im Ohr“ übertragen werden.

Im Foyer der EMS-Halle bietet eine Fotobox die Möglichkeit für eine bleibende Erinnerung. Schon in den Stunden zuvor konnten sich die Gäste professionell frisieren und schminken lassen.

Bernward Stelljes und Michaela Kopp moderieren den Abend, weisen aber darauf hin, dass das offizielle Programm etwas kürzer angelegt ist als bei den beiden vorausgegangenen Frühlingsbällen um mehr Möglichkeit zu geben, selber das Tanzbein zu schwingen. Diese Möglichkeit wird auch reichlich und mit viel Freude genutzt, zunächst unter den Klängen der Big Band, später dann legt DJ Frederic Winter auf.

Noch vor dem Essen überbringt Gisela Köster stellvertretend die Grußworte von Landrat Klaus Effing, Schirmherr dieses bunten Abends. Sämtliche Wortbeiträge werden simultan von Jana Meinhold in die Gebärdensprache übersetzt und auf zwei Großbildleinwände übertragen. Diana Ortkag setzt alles Gesprochene in Schrift um, nachzulesen auf einer dritten Leinwand.

Ein Hauch von Wiener Opernball kam mit dem TC Hummelflug aufs Parkett. Stolz präsentierten die Tänzer/innen (allesamt mit Handicap) den unter der Leitung von Reinhild und Holger Lemm einstudierten Walzer, den ChaChaCha oder auch die Samba….

Wiebke Breitzmann und Julian Schulte-Austum brachten Auszüge aus dem dann doch professioneller anmutenden Turniertanz der Latein-Formation des TSC Young & Old.

Der Chor Caritakt, bestehend aus Mitarbeitern des Caritasverbandes Tecklenburger Land, sorgte zunächst alleine, dann zusammen mit  dem eingangs bereits erwähnten Gebärdenchor für einen Höhepunkt im insgesamt vom Publikum  begeistert aufgenommenem Programm. Beeindruckend, wie hier Hörende im Schulterschluss mit vollständig Gehörlosen die Musik aufnehmen und in der Lage sind, diese mittels Gebärden- und Körpersprache geradezu leidenschaftlich zu interpretieren. Dass diese unter der Leitung von Inga Stecknitz und Anja Nienhaus stehende Gruppe auch zwei Auftritte beim bevorstehenden Katholikentag in Münster haben wird, hat schon seine Berechtigung.

Am Ende des 3. Frühlingsballes des Caritasverbandes Emsdetten Greven hatten dann alle nur einen Gedanken: die Vorfreude auf Nr. 4 !!!

 

 

Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade.

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