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(ms) Zwischen St. Pankratius und „Morgentau“, umgeben vom Duft frisch gebrannter Mandeln und den Köstlichkeiten der ausländischen Mitbürger ist alljährlich auch der Städtepartnerschaftsverein Emsdetten-Chojnice-Hengelo zu finden. Die unübersehbaren drei weißen Zelte bieten heuer Platz für die Verkehrsvereine der drei Partnerstädte und waren direkt nach Fassanstich sehr gut besucht. Neben vielen Informationen und kleinen Leckereien aus den jeweiligen Regionen lockt ein Preisausschreiben mit attraktiven Preisen. Die Ermittlung der glücklichen Gewinner findet heute um 17 Uhr auf der Bühne direkt nebenan statt.

Eine Abordnung des Vorstandes des Emsdettener Städtepartnerschaftsvereins besuchte am Samstag zusammen mit den polnischen Gästen aus Chojnice, das Osnabrücker Rathaus, nahm im großen Friedenssaal Platz und erhielt anschließend eine interessante Führung durch den alten Kern der Bistumsstadt. Wer wusste schon, dass nach Vertragsabschluss des westfälischen Friedens Osnabrück immer im Wechsel von einem katholischen und dann wieder von einem evangelischen Bischof regiert wurde. Um möglichst lange an der „Herrschaft“ zu sein, wählten die Katholiken damals einen erst 18-jährigen zu ihrem Kirchenoberhaupt im Bistum.

Das wiederum konnten die Protestanten toppen, – deren Bischof musste nämlich erst noch geboren werden. Sobald sicher war, dass es sich bei dem dann Neugeborenen um einen Jungen handelt, wurde dieser zum Bischof geweiht. – Die tatsächlichen Amtsgeschäfte übernahmen derweil dazu auserkorene Vertreter des Bischofs.

Bei der Führung durch die Altstadt zeigte sich insbesondere der Chojnicer Stadtdirektor sehr beeindruckt von den alten Fachwerkhäusern und erkannte durchaus Parallelen zu seiner polnischen Heimatstadt.

Die Delegation aus Polen wird zusammen mit Vertretern der Stadt Emsdetten, des Vorstandes des Partnerschaftsvereins sowie der Gasteltern heute bei einem gemeinsamen Abendessen einen Abschluss der diesjährigen Tour finden, bevor es dann am morgigen Montag wieder auf die Heimreise geht.

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.