IMG_5652(ms) Die Geschichte beginnt in den Betten eines Kinderzimmers, die Geschichte endet in den Betten eines Kinderzimmers – und trotzdem ist es kein Traum. Traumhaft aber die Art und Weise, wie die Freilichtbühne Reckenfeld bereits bei der Premiere des diesjährigen Kinderstückes „Peter Pan“, inszeniert von Lara Goldstein, das Publikum in seinen Bann zieht. „Komm, wir spielen Kinderkriegen“ ist in der Geschwindigkeit dann doch etwas an der Realität vorbei – aber alles, was dann kommt, dürfte tatsächlich so passiert sein: Fliegen geht nur mit Feenstaub von Tinkerbell (die Darsteller schweben tatsächlich in fast zwei Meter Höhe über der Bühne), der verschluckte Wecker im Rachen eines Krokodiles wird schon irgendwann aufhören zu ticken, weil er ja nicht wieder aufgezogen werden kann, und nur durch das Aufsetzen einer Brille wird ein kleiner Steppke zum hochgelehrten Doktor, der sogar Tote wieder zum Leben erweckt.

Peter Pan, ein Junge, der nicht weiß, wie alt er ist, ein Junge der direkt nach seiner Geburt von zu Hause weggelaufen ist, weil er nicht verstehen konnte, wie seine Eltern bereits jetzt seine berufliche Zukunft planen. Peter Pan will nicht erwachsen werden, Peter Pan will Kind bleiben, will Spaß haben. Peter Pan spricht und spielt mit dem Publikum, welches im weiteren Verlauf Tinkerbell wieder zum Leben erweckt. Captain Hook und seine Piraten von der Jolly Rogers setzen Alles daran, Peter Pan zu besiegen.  Die kleine Squaw Tiger Lilly ist die Freundin des „großen weißen Bruders“ und zusammen mit ihrem Indianerstamm eilt sie ihm zur Hilfe. Michelle, der kleine Frechdachs, er anfangs die Medizin nicht schlucken will, „ist gefliegt, ist gefliegt!“ Die „verlorenen Kinder“ hören gespannt zu, wenn Wendy eine Geschichte erzählt, die Kinder in den Zuschauerrängen hören gespannt zu, wenn das Ensemble der Münsterländischen Freilichtbühne in Greven-Reckenfeld die Geschichte von Peter Pan erzählen, – versprochen!

Das Stück wird in diesem Jahr noch 17 Mal geboten, wann genau ist auf www.reckenfeld-freilichtbuehne.de zu finden.

 

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.