Verwaltung-2Während andere Urlaub machen, sind die Malteser im Einsatz. Auf der niederländischen Insel Ameland betreuen die ehrenamtlichen Sanitäter in den Sommerferien rund 5.000 Kinder und Jugendliche aus ganz NRW.

„Das klingt vielleicht wie Urlaub, bedeutet aber letztlich eine Menge Verantwortung“, erklärt Marcel Schlüter. Der Emsdettener ist in den ersten beiden Ferienwochen gemeinsam mit 7 Kollegen auf Ameland im Einsatz. In ihrer Sanitätsstation in Buren sind sie die erste Anlaufstelle für 64 Ferienlager – von Ahlen bis Xanten. Zu ihnen kommen Kinder mit Sonnenbrand, Allergien oder Zecken, aber auch mit Sportverletzungen und Platzwunden. Mehrere Ferienlager müssen sich in diesem Jahr außerdem mit umhergehendem Margen-Darm-Infekten auseinandersetzen. Im Schnitt suchen etwa 20 Jugendliche pro Tag die Sanitätsstation der Malteser auf. Dann müssen die Sanitäter entscheiden, ob sie die Verletzungen selbst versorgen können oder ob sie einen Arzt zur Hilfe ziehen müssen.

Seit vielen Jahren arbeiten die Malteser gemeinsam mit dem Arzt Dr. Hendrik Maters zusammen, der seine Praxis im Nachbarort hat und unter der Woche täglich eine Sprechstunde in der Sanitätsstation der Malteser anbietet. „Für uns eine tolle Erfahrung, weil wir dann gemeinsam mit dem Arzt entscheiden können, wie wir weiter verfahren“, berichtet Schlüter. „Außerdem lernen wir eine Menge voneinander. Während wir in Deutschland oft übereilt zu Medikamenten greifen, ist der Niederländer eher gelassen und wartet oft erst einmal ab“.

Auch neben der Arztsprechstunde sind die Malteser erreichbar. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, also auch in der Nacht. Es passiere zwar nicht häufig, aber es kann schon einmal vorkommen, dass etwa ein Kind aus dem Hochbett fällt. Neben der Arbeit in der Sanitätsstation betreuen die Sanitäter auch die Gottesdienste des Pastoralteams vom Katholischen Ferienwerk Ameland, Sportturniere und Großgruppenspiele auf den Ferienhöfen. Und noch ein weiterer Service wird angeboten: Für Ferienfreizeiten, die spezielle Versicherungen abgeschlossen haben, kümmern sich die Malteser um die administrative Abwicklung mit Ärzten, dem Rettungsdienst oder bei schlimmeren Verletzungen auch mit den Krankenhäusern auf dem Festland. „Wir nehmen diesen Einsatz genauso ernst, wie jeden anderen auch“, unterstreicht Marcel Schlüter. Nur dass dieser Einsatz eben ein besonderer ist: Die Sanitäter arbeiten im Schichtsystem. So haben immer auch Helfer Freizeit, um die Insel zu erkunden.

Bereits seit 56 Jahren sind die Malteser aus dem Bistum Münster in den Sommerferien im Einsatz auf Ameland. Die ehrenamtlichen Sanitäter, die in 3 Teams für je 2 Wochen auf der Insel Sanitätsdienst leisten, opfern dafür oft einen Teil ihres Jahresurlaubs. Neben den deutschen Maltesern nehmen auch immer wieder Sanitäter der niederländischen Partnerorganisation E.H.B.O. aus Swalmen am Einsatz teil.

(Quelle: Foto/Text – Malteser Hilfsdienst e.V. Stadtverband Emsdetten)

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