fotogm_hpAm 13. September finden bekanntlich die „Bürgermeisterwahlen“ statt. “Alles Detten” bat den Bürgermeisterkandidaten der CDU, Herrn Georg Moenikes, um die Beantwortung von fünf Fragen. Im Vorfeld zur Wahl haben wir jedem Kandidaten die gleichen Fragen gestellt und sie gebeten, sich vorzustellen. Lernen Sie Georg Moenikes näher kennen:

Geboren bin ich 1956 in Höxter an der Weser.  Das Studium der Rechtswissenschaften in Münster und ein Zusatzstudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer  führte mich zu meinen ersten beruflichen Stationen beim Landkreis Osterholz und der Stadt Beckum  – bis ich 1990 zur Stadt Emsdetten kam. Hier nahm ich zunächst die Aufgaben des 1. Beigeordneten und dann  die des Stadtdirektors wahr, bevor ich 1999 zum ersten Hauptamtlichen Bürgermeister gewählt wurde.

Seit ich in Emsdetten arbeite, ist Emsdetten für uns,  meine Ehefrau und  unsere zwei inzwischen erwachsenen Kindern, Heimat geworden. Außerhalb der beruflichen Aktivitäten genießen wir die Geselligkeit mit Freunden und halten uns mit sportlichen Aktivitäten fit. In den Urlaubstagen geht es vorzugsweise in die Berge. Das Skifahren und Bergwandern ist für uns schon eine Leidenschaft geworden.

Zu meinen Zielen:
„Das Beste für Emsdetten“:  Das will ich mit Einsatz, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein , Identifikation mit dem Bürgermeisteramt, der Stadt und seiner Bevölkerung, Seriosität und Glaubwürdigkeit auch in den kommenden fünf Jahren erreichen. Einbringen will ich dazu meine fachliche Kompetenz und Führungsqualität sowie ausgeprägte kommunalpolitische Erfahrung und weitreichende Kontakten weit über Emsdetten hinaus. Enger Kontakt und Nähe zu den Emsdettenerinnen und Emsdettenern stehen für mich immer im Vordergrund, allein schon um die notwendige Bodenhaftung nie zu verlieren.

Für kommunalpolitisches gestaltendes Handeln sind ausreichende Finanzen notwendig. Ich will sicherstellen, dass auch in den kommenden Jahren ein ausreichender finanzieller Handlungsspielraum zur Verfügung steht.

Ein ganz wichtiges Anliegen muss es sein, die Gesundheitsversorgung unserer Bevölkerung sicherzustellen. Dazu zähle ich nicht nur eine stationäre  Krankenhausakutversorgung, sondern auch ein ausreichendes Rettungsdienstsystem vor Ort.

Die Infrastruktur unserer Stadt wird auch in Zukunft wichtige Grundlage für eine weiterhin positive Zukunft unserer Stadt sein. Dazu zählen Straßenbauprojekte wie die Westumgehung ebenso wie der weitere Ausbau des Breitbandnetzes bzw.  die Anbindung der Außenbereiche an das schnelle Internet.

Mit der Qualität der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für unsere Kinder und Jugendlichen sind wir eine gute Adresse für unsere Familien. Das gilt aber auch für die vielfältigen  Angebote für unsere älter werdende Bevölkerung. Familiengerechten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist ein Ziel, das ich durch die Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten und in Innenstadtlagen, auch durch Wohnbauprojekte mit öffentlich gefördertem Wohnraum, ansteuere.

Auf die Weiterentwicklung von Ems-Halle und Stroetmanns Fabrik werde ich mein besonderes Augenmerk richten.

Bei allem kommunalpolitischen Handeln wird auch weiterhin der Schutz von Natur und Umwelt in meinem Blick stehen. Die Re-Zertifizierung als Klimakommune mit den damit verbundenen Maßnahmen, die Förderung regenerativer Energien, aber auch das flächensparende  Bauen, für das wir schon in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet worden sind, sind hier für mich Handlungsfelder der Zukunft.

Auch weiterhin werde ich an der Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen arbeiten, um unsere erfolgreiche mittelständische Wirtschaft zu unterstützen. Meine ganze Kraft werde ich zudem in die Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt einbringen, damit wir vor allem in der Lage sind, für attraktive und ständig nachgefragte Handelsmarken die entsprechenden Flächen bereitstellen zu können.

Die Integration von Migranten war mir schon immer ein besonderes persönliches Anliegen und hat mich seinerzeit dazu bewogen, dies auch durch die Übernahme des Vorsitzes im Beirat für Integration und Migration deutlich zu machen. Zusammen mit dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement will ich dafür Sorge tragen, dass bei uns eine gute Willkommenskultur herrscht und wir in Emsdetten auch weiterhin ein gutes Klima des Zusammenlebens gewährleisten.

Nicht nur im Bereich der Integration, sondern in nahezu allen Bereichen kommunalen Handelns, ist für ein gutes Zusammenleben und das Funktionieren kommunaler Gemeinschaft ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement unerlässlich. Dieses Engagement werde ich auch in Zukunft mit allen Kräften fördern und unterstützen.

Im Rahmen des Interviews wurde beiden Kandidaten der einzelnen Parteien die gleichen fünf Fragen gestellt:

1. Welchen Beruf haben Sie gelernt und wo liegt Ihr „politischer Ursprung“
Ich habe an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaften studiert und an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften ein Ergänzungsstudium absolviert, bevor ich 1985 mein 2. Juristisches Staatsexamen abgelegt habe. Ich bin also Volljurist.
Der politische und berufliche Ursprung liegt bei meinem Vater. Er war langjähriger Stadtdirektor einer kreisangehörigen Stadt im Kreis Höxter.

2. Was unterscheidet Sie von Ihrer Konkurrentin im Bürgermeisterwahlkampf?
Marita Haude und ich kennen uns aus der kommunalpolitischen Arbeit schon über mehrere Wahlperioden. Marita Haude unterstützt mich seit 2009 als ehrenamtlich tätige  stellvertretende Bürgermeisterin zusammen mit den weiteren stellvertretenden Bürgermeistern Christian Erfling und Gerd Schnellhardt in meinen repräsentativen Aufgaben. Ich habe darüber hinausgehend das vielfältige Aufgabenspektrum eines hauptamtlichen Bürgermeisters wahrzunehmen, was zu beschreiben, sicherlich den hier zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen würde. Ich trage Verantwortung als gesetzlicher Vertreter der Stadt, bin Chef einer über 300-köpfigen Mitarbeiterschaft der Stadt Emsdetten und engagiere mich zusammen mit dieser Mitarbeiterschaft, die Entwicklung der Stadt zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger positiv zu gestalten.

3. Wie sieht Ihr Fünf-Jahresplan aus?
Von einem „Fünf-Jahresplan“ kann und will ich nicht sprechen. Auf eine Kommune kommen ständig neue Aufgaben zu, die man selbst über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht planen kann..In meinem Bürgermeisterwahlprospekt habe ich einige Ziele zusammengefasst, die ich in den nächsten Jahren angehen bzw. verwirklichen will. Ausführlicher nachzulesen ist dies auch in meinem persönlichen Internetportal  www.georg-moenikes.de.

Ausreichenden finanziellen Handlungsspielraum erhalten, die Gesundheitsversorgung sicherstellen, die Infrastruktur unserer Stadt vor allem mit Westumgehung und Breitbandausbau vorantreiben, familiengerechten und bezahlbaren Wohnraum schaffen, Ems-Halle und Stroetmanns Fabrik weiterentwickeln, unsere Vereine und das ehrenamtliche Engagement fördern und unterstützen, Natur und Umwelt schützen, Wirtschaft und Innenstadt fördern, die Willkommenskultur und ein Klima des guten Zusammenlebens gerade auch mit den bei uns Zuflucht suchenden Menschen sicherstellen, eine inklusive und seniorengerechte Stadt entwickeln, und dies alles zusammen mit Politik , Verwaltung und Bürgerschaft verlässlich, bürgernah und verantwortungsbewusst   entwickeln und umsetzen, sind einige Schlagworte, die meine Ziele für die nächsten fünf Jahre umreißen können.

4. „Für die Emsdettener Bürgerinnen und Bürger wünsche ich mir, dass…
…sie in Emsdetten weiterhin gerne leben, wohnen und arbeiten, stolz auf ihre Stadt sind, und es uns auch in Zukunft gelingt, die richtigen Rahmenbedingungen für ein funktionierendes Gemeinwesen zu gewährleisten.

5. Wo drückt in Ihren Augen gerade besonders der Schuh? Und was sind Ihre Lösungsansätze an dieser Stelle?
An allererster Stelle ist hier mit Sicherheit die Gesundheitsversorgung mit Krankenhausversorgung vor Ort und ausreichendem Rettungsdienst zu nennen. Es gibt derzeit  keine Veranstaltung, in der ich nicht von besorgten Bürgerinnen und Bürgern auf die  Situation angesprochen werde. Mein Engagement ist nicht erst seit gestern, sondern schon seit Beginn des vergangenen Jahres, als die Krise um unser Marienhospital erstmals öffentlich bekannt wurde, darauf ausgerichtet, für das Bestehen eines Krankenhauses  vor Ort und für die Stationierung ausreichender Rettungsmittel einzusetzen. Beide Aufgabenbereiche können leider nicht von uns als Stadt gestalten werden. Ich fühle mich aber dafür verantwortlich, auch hier das Beste für Emsdetten zu erreichen. Deshalb trete ich seit Jahr und Tag gegenüber allen verantwortlichen Stellen für die Existenz unseres Krankenhauses ein  und habe auch gegenüber dem Kreis Steinfurt deutlich gemacht, dass wir einen Notarzt vor Ort und einen 2. Rettungstransportwagen benötigen. Der Anfang mit der Stationierung eines 2. RTW ist gemacht,  der muss auch auf Dauer in Emsdetten stationiert bleiben, und ein Notarzt auch in den Nachtstunden und an den Wochenenden muss noch hinzukommen. Davon gilt es den Kreis Steinfurt und die kostentragenden Krankenkassen zu überzeugen.

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