„2017 war für den (Wirtschafts-)Standort Emsdetten ein erfolgreiches Jahr“, unter diesem Fazit fasste Wirtschaftsförderer André Reinke die Präsentation des Jahresberichtes 2017 des ServiceCenter Wirtschaft im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt (ASWU) am Dienstag, 03. Juli 2018 zusammen. Insbesondere in den Bereichen Breitbandversorgung und Gewerbeflächenangebot konnten positive Botschaften verkündet werden: So startete im ersten Quartal 2018 nach mehr als zweijähriger Vorbereitungszeit der Glasfaserausbau in den Außenbereichen. Auch der Wert für die Gewerbeflächenvermarktung fiel überdurchschnittlich hoch aus. Dass die Wirtschaft brummt, belegen auch aktuelle Zahlen: Mit 3,4 Prozent weist die Arbeitslosenquote für Juni 2018 einen historisch niedrigen Wert auf. Im Juni 2017 betrug die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erstmals mehr als 15.000.

Bei der Breitbandversorgung wurde das Bundesförderverfahren so weit fortgeführt, dass die Bauarbeiten im März 2018 starten konnten. Bis Mitte 2019 werden alle unterversorgten Adressen an das Glasfasernetz angeschlossen. „Der Ortsteil Veltrup ist nahezu fertig und wird voraussichtlich noch im Juli/August 2018 ans Netz gehen. Aktuell wird in Austum gebaut, dann folgt Hembergen. Auch diese beiden Ortsteile werden die superschnelle Infrastruktur noch in diesem Jahr nutzen können“, stellte Reinke den aktuellen Baufortschritt dar.

Auch die Breitbandversorgung öffentlicher Gebäude und Plätze wurde vorangetrieben: Alle Emsdettener Schulen verfügen dank des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ über einen Glasfaseranschluss. Die erforderliche Modernisierung der Inhouse-Verkabelung in den weiterführenden Schulen wird bis zum Jahresende abgeschlossen, die Grundschulen folgen 2019. Zudem wird derzeit eine WLAN-Versorgung im Skatepark installiert, angebunden selbstverständlich an eine Glasfaserleitung. „Nur so ist sichergestellt, dass die hohen Datenmengen aufgrund der hohen zu erwartenden Nutzerzahlen auch verarbeitet werden können“, führte Reinke aus.

Neben der reinen Breitbandinfrastruktur stehen zunehmend auch die digitalen Anwendungen im Fokus der Emsdettener Wirtschaftsförderung. „Die Auswirkungen der Digitalisierung sind bereits heute unübersehbar. Wir wollen den Wirtschaftsstandort Emsdetten so aufstellen, dass die Unternehmen die digitale Transformation möglichst erfolgreich bewältigen können“, spannte Reinke in seiner Präsentation auch den Bogen zur „Smart City“.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des ServiceCenter Wirtschaft in 2017 war das Gewerbeflächenmanagement. Rund 40.000 m² Gewerbefläche stellte die Stadt Emsdetten neun Unternehmen bereit. Der Schwerpunkt der Vermarktung lag wie in den Vorjahren im Industriegebiet Süd. „Wir hätten deutlich mehr Grundstücke verkaufen können, müssen aber mit unseren verbliebenen Gewerbeflächen haushalten“, stellte Reinke klar, dass aufgrund der begrenzten Reserveflächen auch einige Anfragen abgelehnt werden mussten.

Um hier auch künftig handlungsfähig zu bleiben, wurde das Industriegebiet Süd erweitert. Der entsprechende Bebauungsplan 17 C V ist seit Mai 2017 rechtskräftig, anschließend erfolgte der erste Bauabschnitt der Anni-Albers-Straße. Neun Hektar zusätzliche Gewerbefläche stehen somit bereit. Eine Fläche wurde bereits verkauft, weitere konkrete Anfragen liegen vor. So verwundert es nicht, dass bereits weitere Investitionen angekündigt werden konnten: 2019 soll der zweite Bauabschnitt der Anni-Albers-Straße bis zur Reckenfelder Straße errichtet werden. Weitere elf Hektar Gewerbefläche stehen dann zur Verfügung.

(Quelle: Foto/Text – Pressestelle Stadt Emsdetten)

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