schluesseluebergabe_2015-4(ms) Wann hat es das schon einmal gegeben? – Die Predigt ist beendet, die Gemeinde klatscht euphorisch Beifall und verlangt lautstark nach einer Zugabe? – Karnevalssonntag, 15.02.2015, ca. 9:53 Uhr in St. Pankratius Emsdetten: Kaplan Hendrik Drüing stellt glasklar unter Beweis, dass seine Fähigkeiten in der Bütt mindestens ebensolche Qualitäten haben wie die auf der Kanzel. „Karneval und Kirche sind ja auch gar nicht so weit voneinander entfernt“ – weiß der katholische Priesteramtsanwärter, dass sich ja das Karnevalsfest streng nach dem Kirchenjahr ausrichtet.

Die verlangte Zugabe gibt es natürlich, – auf die Melodie von „Mein kleiner grüner Kaktus“ trug Drüing neu verfasste, auf Emsdetten gemünzte Texte vor. Ein echter Leckerbissen des närrischen Frohsinns. Hier blieb weder der noch nicht vorhandene Edeka verschont, noch das leidige Hin und Her um das Marienhospital. – was aber plötzlich von ihm als viel größeres Übel erkannt wurde: „was passiert eigentlich mit Graute?????“

Und dann war er gekommen, der Zeitpunkt, an dem Bürgermeister Georg Moenikes seine Amtsgeschäfte in Form des Stadtschlüssels an Prinz Thomas II. übergeben musste. Lange hielt er an ihm fest, übergab das symbolträchtige Kleinod aber letztlich doch freiwillig und aus den Kehlen des Prinzenpaares war ein einmütiges „Wir haben ihn!!!“ zu hören.

Die Wagenbauer wurden anschließend mit dem Sessionsorden ausgezeichnet und – ganz wichtig !!! – der Nachwuchs des Dettsken Karnevals, die Kinderprinzen der der KGE angeschlossenen Gesellschaften. Allen voran das Prinzenpaar aus Hollingen, war doch der neunjährige Prinz Fynn I. (Dieninghoff) extra nur für diesen Moment „eingeflogen“ worden, musste dann mit über 39° Fieber sofort wieder ins Bett bzw. zum Arzt, damit er für den großen Rosenmontagsumzug wieder fit ist. ToiToiToi – wir drücken die Daumen !!!

In vielen Zelten und Hallen, auf großen und kleinen Sälen, in den Kneipen wurde dann der Feier-Marathon angepfiffen, – für viele vielleicht nur mit kleinen Unterbrechungen durchgehend bis spät in die Nacht des Rosenmontages. Hier einige kleine Eindrücke vom Frühschoppen der Westumer sowie von der Riesensause bei „Graute“.

„Alles Detten“ bleibt am Ball und wird den Dettsken Karneval weiter verfolgen – Einmal Detten – immer Detten – Alles Detten – Helau

(Foto/Text: MS)

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.