Zur Vorbereitung besuchen wir Norbert Reiners vom Rassegeflügelzuchtverein Emsdetten. In seinem Garten treffen wir ihn mit seinen schönen Hühnern. Auf seinen Pfiff kommen sie aus allen Ecken gerannt. Die Kinder haben viele Fragen die Norbert beantworten kann. Ein ganz geduldiges Huhn zeigt alles was es vorzuweisen hat. Den Kamm und Kehllappen, die Füße mit nur drei Zehen vorne aber einem Zeh hinten und natürlich den Popo wo das Ei herauskommt. Zum Schluss dürfen die Kinder die Hühner füttern, was beide begeistert.

Im Kinderhaus in der Blauen Gruppe wird die Brutmaschine aufgestellt. Norbert erklärt den Kindern genau wie die Brutmaschine aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Die Kinder erarbeiten unsere Regeln, z.B. „nicht an die Scheibe klopfen“ – unsere Küken sollen sich wohl fühlen. Nun werden 40 Eier dort hineingelegt. Jedes einzelne wird dabei von Norbert und den Kindern untersucht. Ist das Ei befruchtet, kann daraus überhaupt ein Küken schlüpfen?

Die Kinder und Erzieherinnen aus dem ganzen Kinderhaus beobachten in den nächsten Tagen neugierig und voller Erwartung was in der Brutmaschine passiert. Aber auch die Eltern müssen immer wieder einen kleinen Umweg machen und es sollen sogar Mamas zu spät zur Arbeit gekommen sein.

Dann passiert es, die Schale von einem Ei hat Risse bekommen. Das Loch wird größer und größer, ganz mühsam quält sich das erste Küken aus dem Ei. Einen Moment völlig erschöpft, und piepsend. Kurz danach ist es schon flauschig und putzmunter. Das Küken heißt „Piep Matz“. Aber schon haben zwei, drei weitere Eier Risse bekommen. Nun geht es schnell, überall in der Brutmaschine beginnen sich die Küken zu befreien. Die Namensgebung wird schwierig. Die Küken flitzen durcheinander und die Kinder können die Namen nicht mehr zuordnen. Jetzt gibt es eben kleine Gelbe, große Gelbe, Braune sowie weiße Küken und natürlich die gelb schwarzen, unsere BVB-Küken.

Norbert begleitet das Projekt jeden Tag und beantwortet geduldig die vielen Fragen der Kinder. Nun ziehen die ersten Küken aus der Brutmaschine in die Kükenbox um.

Die Küken werden immer flügger. Nach ein paar Tagen dürfen die Kinder die Küken in die Hand nehmen. Ein spannender aber auch lange ersehnter Moment. Ganz vorsichtig und behutsam gehen die Kinder mit den quirligen Küken um. Die Küken fühlen sich so flauschig und weich an.

Norbert ist jetzt im ganzen Kinderhaus bekannt. Die Kinder warten jeden Tag am Fenster auf ihn. Sie freuen sich auf die Gesprächskreise. Immer wieder kann Norbert die Kinder begeistern und ihr Interesse mit vielen Neuem fesseln.

Während der Projektphase erfahren die Kinder viel über das Ei. Wir schauen uns Bilderbücher an. Wir untersuchen, wie das Ei von innen aussieht und machen eine Riesensauerei als wir ein rohes Ei aufschneiden. Bei dem löste sich die Schale auf, weil wir es einige Tage in Essig gelegt hatten. Wir stellen fest, dass ein Ei sehr stark ist – wir können einen Berg von 37 Büchern auf 4 rohen Eiern stapeln. Zum Frühstück dürfen wir uns selber Rührei machen und im Tischlerschuppen werkeln wir unsere eigenen Hühner.

Norbert und die Küken sind uns so ans Herz gewachsen, dass wir sie – wenn sie uns Gründonnerstag verlassen – ganz bestimmt bei Norbert besuchen. Wir sind gespannt wie sich die Küken weiterentwickeln.

(Quelle: Text – Kinderhaus Astrid Lindgren, Foto – CCO)

...ist gebürtiger Emsdettener und arbeitet hauptberuflich als Dipl.-Sozialpädagoge. In seiner Freizeit fotografiert er gern, sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Eventfotografie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fotografie in der Zeit der blauen Stunde. Im November 2013 initiierte Shajek das Projekt “Emsdetten fotografiert”, welches ebenfalls auf Facebook zu finden ist. Mit “Alles Detten” verwirklicht er nun ein nächstes Projekt, motiviert und inspiriert durch befreundete Fotografen, die das Projekt “Alles Münster” betreiben.

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