DSC_5562Da war er nun, Lionel Richie in Münster – Oft kopiert, nie erreicht, und das mit Recht! „All night long“, so lautete es stimmungsvoll und lauthals im „Mitsing-Part“ bei bestem Wetter im letzten Song. Doch fangen wir vorne an…

DSC_5503Lang ersehnt war der Besuch des Weltstars am vergangenen Freitag vor dem Schloss in Münster. Dies war ein Grund, nicht nur für uns, sondern auch für einige Emsdettener, sich am Freitagabend auf den Weg nach Münster zu machen. Zahlreiche Gäste waren, den Autokennzeichen nach zu urteilen,  weit angereist und so durften die Veranstalter am Ende des Einlasses rund 8000 Gäste zählen. War das Wetter zuerst eher regnerisch, brach die Wolkendecke pünktlich zum Spielbeginn der Vorband auf und de Sonne kam heraus. Das wurde prompt mit tosendem Applaus kommentiert. Apropos Vorband und Applaus: Bei der Vorband handelte es sich um keine Geringere als Anastacia. Sie ließ es sich nicht nehmen, den Zuschauern ordentlich einzuheizen und für beste Stimmung zu sorgen. Sie hatte alle Hits im Gepäck und hinterließ Gänsehaut pur. Grönemeyer sagte einst, die Vorband sei für die Stimmung wichtiger als der Hauptact selber. Vielleicht hat er Recht?!

Fakt ist, Lionel Richie stand Anstacia wie zu erwarten war in keinem Punkt nach und glänzte in bekannter Manier und bei bester Verfassung. Er legte sogar noch einen drauf! So sorgte er direkt beim Intro, das durch eine beeindruckende Lightshow begleitet wurde, für Gänsehaut. Diese hielt im zweiten Song zu den Klängen von „Easy“ ausnahmslos an.

Das war dann aucvh wohl der Trend für den gesamten Abend. Höchst routiniert – eben professionell – rockte der 66-jährige, der an diesem Abend sogar sein Geburtstag zu feiern hatte, sein eineinhalbstündiges Programm und ließ keinen Hit aus. Dabei war der Höhepunkt sicherlich „Hello“, dicht gefolgt von „Dancing on the ceiling“. Ab nun wurde die Party gezündet.

Während Lionel Richie auf seinem schwarzen Flügel für diese bezaubernden Momente sorgte, ließ sich Anastacia sich Insiderkreisen nach zu urteilen, die Münsteraner Altstadt zeigen und besuchte Rathaus und die Lambertikirche. Leider war das Konzert nicht nur subjektiv empfunden viel zu schnell am Ende. So war nach eingangs erwähntem letzten Song „All night long“ das Konzert des Vollblutmusikers abrupt und zur Verwunderung des Publikums ohne Zugabe um 22.15h vorbei. Der Veranstalter entschuldigte sich am Samstag prompt via Mail und betonte: „Der Künstler hätte gern noch weiter gespielt“. Das Ordnungsamt der Stadt Münster habe jedoch auf die Gleichberechtigung der Bürger zu achten, hieß es weiter.

Wäre Lionel Richie pünktlich angefangen, was man durch zügigeres Arbeiten oder bessere Vorbereitung der Umbauphase hätte erreichen können, wäre dieses Ende wohl vollendeter gewesen. Dem Gesamteindruck tut dies jedoch keinen Abbruch. Lionel Richie ist und bleibt einer der Weltmusiker, die man einfach live erleben muss. Münster ist in Sachen „Must-have“ der Livekonzerte somit um einen Act reicher.

(Quelle: Text: Daniel Stenkamp / Fotos: Thomas Hölscher & Stephan Günther)

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