IMG_7119(ms) Eine geile Party, – wie man es von Emsdetten gewohnt ist. Am Samstag strömen die Besuchermassen zum Waldfreibad an der Blumenstraße, – die Stadtwerke Emsdetten haben zum „Mitternachtsschwimmen“ eingeladen. Mehr Party als Sportveranstaltung, – nur Wenige bringen tatsächlich Badehose oder Bikini mit und springen ins Becken. Geschätzte 4.000 Besucher, damit ist der bisherige Tagesrekord in 2015 nur knapp angekratzt, werden es am Ende sein. Ausgelassene Stimmung schon beim Auftakt mit „Tiny Turner“, etwas lauer wird es dann bei Schlager-Altstar Andreas Martin und fast schon hysterische Begeisterung vor allem beim jüngeren Publikum, als „Superstar“ Norman Langen die Bühne betritt. Und dann, ganz plötzlich um Mitternacht, – die letzten Partygäste haben gerade erst das Gelände betreten: „Wie ihr sicherlich gelesen habt, ist uns von der Bezirksregierung Münster nur bis 24 Uhr gestattet, Musik zu machen.“ Jeder dachte, damit seien die Live-Acts gemeint, aber von nun an war es ganz still, die Lichter auf der Bühne gingen aus. Unmut bei vielen Besuchern, die doch an diesem herrlichen Sommerabend so richtig in Feierlaune waren. Lange Schlangen an der Kasse, die sich jetzt die kurz zuvor erst erworbenen Wertmarken wieder auszahlen ließen.

Besonders ärgerlich für die auswärtigen Gäste, die eine längere Anfahrt hinter sich haben, wegen der sehr guten Erfahrungen aus den Vorjahren wieder gekommen sind: „Wir haben vorher ausgelost, wer fährt, …“ den Satz, der dann noch hinterherkam, würde ich so nicht unterschreiben, – aber immerhin „nah dran“. Ob es ein gelungener Schachzug war, bis zur letzten Minute noch den vollen Eintrittspreis zu erheben, lassen wir mal dahin gestellt. Leider ist auch das Emsdetten, da gelingt es einigen Wenigen, die sich durch derartige Veranstaltungen belästigt fühlen, durch eine Beschwerde an höchster Stelle einen Teil gelebte Stadt kaputt zu machen. Unter diesen Voraussetzungen bedeutet das ziemlich sicher das Aus für ein Event, das in den letzten Jahren zu einem gesellschaftlichen Ereignis mit festem Platz im Emsdettener Vereinskalender geworden ist.

 

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.