TSF_6157IMGP3720-2Der SPD Ortsverein hatte zum Neujahresempfang geladen und zahlreiche politische Weggefährte fanden den Weg in den Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Vorsitzende des Ortsvereins, Marita Haude, begrüßte die Gäste und ging in ihrer Ansprache gleich auf das zentrale Anliegen des diesjährigen Neujahrsempfanges ein – die dramatische Situation der vielen hunderttausend Flüchtlinge in Europa und der Welt. Dabei vergaß sie nicht, auch auf die schwierigen Lebensbedingungen- und Situationen osteuropäischer Arbeitnehmer aufmerksam zu machen und dankte der örtlichen Bleiberechtsinitiative für ihr Engagement. Wie es sich für einen Neujahrsempfang gehört, warf Marita Haude auch einen kurzen Blick auf vergangene und gegenwärtige Themen, mit denen sich die örtliche SPD in letzter Zeit beschäftigt hat: die Kommunalwahl fand statt – mit dem Ergebnis, dass der Rat bunter geworden ist, die schwierige Haushaltssituation, die kreative Konzepte erfordere, die Entwicklung der Innenstadt, die von großem bürgerlichen Interesse sei und vor allem der Erhalt des örtlichen Krankenhauses.

TSF_6109Bürgermeister Moenikes und Ingrid Arnd-Brauer, Mitglied des Bundestages, richteten ebenfalls ihre Grußworte an das Publikum. Während Frau Arnd-Brauer eher über überregionale politische Themen sprach, legte Emsdettens oberster Bürger ebenfalls seinen Schwerpunk auf die Situation von Flüchtlingen. „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sollen auch in Emsdetten menschenwürdig und anständig behandelt werden“, so Moenikes. Dies sei eine große Anstrengung – vor allem auch in finanzieller Hinsicht. In Emsdetten, so berichtete er, gibt es eine große Welle an Mitbereitschaft und er stellte klar, „dass man die Menschen in Emsdetten für unsere Gemeinschaft gewinnen möchte“. Man habe im Rathaus extra eine Koordinierungsstelle eingerichtet und plane zum Monatsende hin, eine Konferenz einzuberufen, an der alle Beteiligten für Migration und Integration zusammen kommen. „Für den sozialen Frieden in Emsdetten sind wir zuständig“, so Moenikes abschließend.

TSF_6162Als Hauptredner knüpfte Christoph Strässer, Beauftragter für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe der Bundesregierung, in seiner Rede an die einleitenden Worte von Marita Haude an. Die Welt sei aus den Fugen geraten – Krieg und Terror seien vielerorts an der Tagesordnung. Strässer forderte, politisch, ökologisch und sozial mehr Verantwortung zu übernehmen. Im Jahr 2013 sind mehr als 51,6 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, wobei etwa 18 Millionen in andere Länder gingen. Im Jahr 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Deutschland rund 200.000 Asylanträge bearbeitet. „Wir können und müssen mehr tun“, so Strässer – und richtete diese Botschaft an die Politik. „Die Würde des Menschen ist unantastbar – dies gilt auch für Flüchtlinge und Menschen in Not“, so Strässer, und forderte, „dass man die Ansprüche an die humanitäre Hilfe aktuellen Bedingungen anpasse“.

TSF_6129Zu einem Neujahrsempfang gehört auch eine musikalische Auflockerung. In diesem Jahr spielten die „Ems Highlander“ mit Pipes & Drums auf und zogen die Zuschauer in ihren Bann. Als weiterer musikalischer Gast hatte die örtliche SPD Matthias Reuter eingeladen, der es verstand, das Publikum mit Kabarett am Klavier zu unterhalten.

(Fotos: dh/ts, Text: ts)

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…ist gebürtiger Emsdettener und arbeitet hauptberuflich als Dipl.-Sozialpädagoge.

In seiner Freizeit fotografiert er gern, sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Eventfotografie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fotografie in der Zeit der blauen Stunde. Im November 2013 initiierte Shajek das Projekt “Emsdetten fotografiert”, welches ebenfalls auf Facebook zu finden ist. Mit “Alles Detten” verwirklicht er nun ein nächstes Projekt, motiviert und inspiriert durch befreundete Fotografen, die das Projekt “Alles Münster” betreiben.