Kinderkrankenschwester_Emsdetten-1Sie ist examinierte Kinderkrankenschwester. Aber ihre Tätigkeit geht weit über die Sorge um Babys und Kleinkinder hinaus. Die Rede ist von Ulrike Starke. Seit knapp anderthalb Jahren ist die Angestellte des Caritasverbandes Emsdetten-Greven als Familienkinderkrankenschwester in Emsdetten tätig. Dabei leistet sie ganz praktische Starthilfe für junge Familien von der Schwangerschaft bis zu den ersten Lebensjahren. Als Konkurrenz zu den Hebammen in der Umgebung sieht sie sich aber nicht. „Meine Arbeit ist vielmehr eine Ergänzung“, sagt die 39-Jährige. Als Familienkinderkrankenschwester ist die Caritas-Mitarbeiterin Ansprechpartnerin für alle Fragen, die den Alltag von Müttern, Vätern und Kindern bewegen.

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Bei Bedarf sorgt Familienkinderkrankenschwester Ulrike Starke auch für ganz praktische Hilfe, zum Beispiel mit gebrauchter Kinderkleidung.

Gefördert von der Bundesinitiative Frühe Hilfen, steht die Unterstützung durch die Familienkinderkrankenschwester grundsätzlich allen Familien zu, die in irgendeiner Form Hilfe wünschen. Dabei sollen etwaige Schwierigkeiten in Familien frühzeitig behoben werden, bevor sich Probleme verfestigen. „Bisher sind Probleme erst im Kindergartenalter offenkundig geworden“, sagt Ulrike Starke. Bis dahin sei wertvolle Zeit verstrichen. „Die Geburt eines Kinder ist immer ein großer Umbruch im Leben von Eltern. Je früher Hilfsangebote ansetzen, desto besser kann man helfen, bevor sich Probleme verfestigen“, hat Ulrike Starke erlebt. Ihre Beratung und Begleitung ist für die Familien kostenlos und vertraulich.

Die Hilfe, die sie im Arbeitsalltag leistet, hat viele Gesichter. „Die Anliegen der Eltern sind ganz unterschiedlich“, sagt Ulrike Starke. „Wenn Kinder geboren werden, geht es oft um Fragen von Pflege, Versorgung und Entwicklung. Es gibt zum Beispiel Eltern, die Ängste haben, dass sie keine echte Bindung zu ihrem Kind aufbauen können“, beschreibt die Familienkinderkrankenschwester. Zuweilen begleitet sie Frauen während der Schwangerschaft. „Ich schaue, ob sie einen Gynäkologen haben oder eine Hebamme. Manchmal begleite ich die Frauen bei Behördengängen“, beschreibt sie ihre Aufgaben. Gerade bei jungen Frauen müssten oft Fragen der elterlichen Sorge geklärt werden. Ihre Tätigkeit vergleicht Ulrike Starke gern mit der eines Lotsen: „Wenn ich nicht weiterhelfen kann, dann schaue ich, wo die Betroffenen weitere Hilfe finden.“ Sie verweist an Beratungsstellen, zum Beispiel die Schuldnerberatung. Oder hilft ganz praktisch, wenn Kleidung und Dinge für die Erstausstattung beschafft werden müssen.

Dabei geht es nicht darum, den Eltern alle Arbeit abzunehmen, betont Christa Kriete, für die Frühen Hilfen zuständige Bereichsleitung im Caritasverband Emsdetten-Greven. „Wir schauen schon, was Eltern auch allein erledigen können. Aber wir haken nach, ob sie sich tatsächlich kümmern.“

Den Kontakt zu den Familien knüpft Ulrike Starke in der Regel über Netzwerkpartner. Das können Fachbereiche innerhalb des Caritasverbandes Emsdetten-Greven sein, mal sind es Kindertageseinrichtungen, die Hilfsbedarfe ausmachen. Auch Kinderärzte und Hebammen sind mit im Boot, wenn es um die Frühen Hilfen geht. Oder Eltern kommen unmittelbar auf sie zu. „Dabei geht es gar nicht immer um problematische Fälle“, betont Ulrike Starke. Oft sind es die alltäglichen Belastungen, die Eltern zu schaffen machen. In der Regel reicht es schon aus, die Eltern zu informieren und zu zeigen, dass sie mit ihren Anliegen nicht allein sein.

Kontakt: Die Familienkinderkrankenschwester ist im Caritasverband Emsdetten-Greven unter Telefon 02572/ 157-39 oder per E-Mail unter starke@caritas-emsdetten-greven.de zu erreichen.

(Quelle: Foto/Text Pressestelle Caritasverband Emsdetten-Greven)

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...ist gebürtiger Emsdettener und arbeitet hauptberuflich als Dipl.-Sozialpädagoge. In seiner Freizeit fotografiert er gern, sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Eventfotografie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fotografie in der Zeit der blauen Stunde. Im November 2013 initiierte Shajek das Projekt “Emsdetten fotografiert”, welches ebenfalls auf Facebook zu finden ist. Mit “Alles Detten” verwirklicht er nun ein nächstes Projekt, motiviert und inspiriert durch befreundete Fotografen, die das Projekt “Alles Münster” betreiben.