…so wird das Stadtprinzenpaar heißen, dass uns durch die aktuelle Session führt. Am gestrigen Freitag wurde das lange gehütete Geheimnis gelüftet: Frank I. Riewe und Elke I. Riewe-Linnemann führen die Dettske Narrenschar durch die Session. Hier nun die Vorstellung der beiden, im Laufe des Tages erfolgt ein weiterer ausführlicher Bericht in Wort und Bild über die Zeremonie der Prinzenkür, die Verwandlung eines Bürgers in einen Prinzen.

Frank Riewe wurde im Mai 1961 in Oberhausen-Lirich geboren. Sein Vater Oswald war Pflasterer von Beruf. Frank konnte gar nicht anders, als in die Bau-Fußstapfen seines Vaters zu treten. Zunächst besuchte er jedoch die Emscher Grundschule in Oberhausen, wechselte dann auf das Gymnasium und beendete anschließend die FOS in Essen im Jahr 1982 mit dem Fachabitur.

Der Dienst bei der Bundeswehr verschlug  ihn für ein Jahr nach Schleswig-Holstein zu den Mittelstreckenraketen der Amerikaner. 1983 begann er sein Studium zum Bauingenieur, 1988 führte es ihn wieder an die Baustellenfront. Als Mann der Tat erkannte er schnell seine Stärken in der täglichen Praxis vor Ort, erhielt 1992 seinen Meisterbrief als Straßenbaumeister. Seit 2003 ist Frank Riewe bei der Fa. Gieseke in Rheine-Mesum beschäftigt.

Seitdem er weiß, dass ein Ball rund ist, lebt der künftige Stadtprinz für den Fußball, kennt die Geschichte des FC Bayern München seit deren Aufstieg in die 1. Bundesliga im Jahre 1966 lückenlos. Mit acht Jahren begann Riewe’s eigene Fußball-Karriere bei Blau-Weiß Oberhausen. In den 1980ern stieg er als Libero seiner Mannschaft zwei Mal in die Landesliga auf, in Emsdetten spielte er acht Jahre bei den Altherren von Borussia. Frank Riewe hört leidenschaftlich gerne Musik. Die Sammlung seiner Vinyl-Platten (das sind die, mit den Rillen….) ist schier unerschöpflich, ca. 2.000 LP’s und 2.500 Singles. Dazu gesellen sich dann noch 1.000 CD’s. Platten sind einfach sein Leben – als Straßenbelag oder halt als Musikträger.

Im Jahre 2003 ist er den Bürger-Schützen beigetreten, dort seit nunmehr zehn Jahren als Vereinigtenvertreter im Vorstand aktiv. Er gehört zum DEKO-Team der KGE und zeichnet somit für die Ausstattung der EMS-Halle bei den Sitzungen verantwortlich. Auf der Königsplakette der Bürger-Schützen für das Jahr 2006 steht sein Name. 2006 waren Frank und Elke bereits im Stadtelferrat.

Seit jetzt zehn Jahren ist auch Elke Riewe-Linnemann bei der KGE aktiv. Das Licht der Welt erblickte sie im Februar 1960 in Münster. Nach der FOS-Reife absolvierte sie eine kaufmännische Berufsausbildung in einem Eisenwarengeschäft. Elke fackelt nicht lange, packt zu und greift lieber zu Hammer und Säge, als die heimischen Blumen zu gießen, – ihre Boutique ist der Baumarkt. Über Saerbeck und Greven kam Elke dann nach Emsdetten, machte sich hier 1981 sesshaft, lebt und arbeitet mit ihren Kindern Sebastian, Katharina und Franziska. 2007 wurde Prinzessin Elke I. zur ersten Wagenbauchefin der Welt (soweit bekannt), mindestens jedoch des Münsterlandes. Unter ihrer Regie werden alljährlich die großen Prunkwagen der KGE gebaut. Zudem ist sie 1. Vorsitzende des ältesten Sparclubs im Kreis Steinfurt „Gute Freunde 1935“. Im Mai 2001 gaben Frank und Elke sich das Ja-Wort zur gemeinsamen Ehe, und im Herbst 2017 gab es dann das Ja-Wort auf die Frage ob sie denn nicht Stadtprinzenpaar in Emsdetten werden wollen.

Wie schon erwähnt, sind beide nicht gebürtige Emsdettener, umso mehr ist ihr Session-Motto eine Art Liebeserklärung an ihre neue Heimat: „Mien hele Hiärt – schlött för Detten“ (Mein ganzes Herz – schlägt für Detten).

 

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade.

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