Sascha Grammel machte am Mittwoch während seiner Deutschland-Tour „Ich find’s lustig“ Halt in Emsdetten und die Besucher in der ausverkauften EMS-Halle haben jede einzelne Sekunde des zweieinhalb stündigen Programms genossen.

Das, was der Bauchredner hier gebracht hat, war nicht nur Comedy, das war eine handwerklich perfekte Show. Grammel stand eigentlich stets alleine in einer imposanten Kulisse, laut eigener Aussage war hier der Straßenzug nachgebaut, in dem er groß geworden war. Aber tatsächlich konnte man nie so richtig glauben, dass es ein Solo-Programm ist, denn er hauchte seinen Puppen Leben ein, unterhielt sich mit ihnen als wäre sein gegenüber aus echtem Fleisch und Blut. Ließ zum Schluss gar alle Stimmen scheinbar durcheinander reden.  Bei dieser Show stößt die Perfektion tatsächlich an ihr Limit. Einzigartig.

Bedingt durch die Herbstferien waren im Publikum auch viele Kinder, die dem Charme des „Frederik“, „Herrn Schröder“, der „Sprechstundenhilfe Ursula“, „Rüdiger“, „Fridolin Freiherr von Furchensumpf“ oder dem „magischen Auge Iris“, dem „Cheesburger“ mit der Nudelfrisur ….. und ganz besonders der „Schildkröte Josi“, die ihren 114. Geburtstag feierte, sofort hoffnungslos ausgeliefert waren.

.

Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade.