JPG_4278-25(ms) Über 600 (erwachsene) Besucher im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik singen das Lied der Schlümpfe: „Sag mal von wo kommt ihr denn her – aus Schlumpfhausen bitte sehr! Lala lalalala lala lala….“ Die Ems-Highlander haben es möglich gemacht. Und auch der „alte Häuptling der Indianer“ – beides Stücke, die so gar nicht für den Dudelsack vorgesehen sind, bringen den Saal zum Kochen. Insgesamt brillierten die „Schotten von der Ems“ mit einer bemerkenswerten Bühnenshow. Und als der Solist für „Amazing Grace“ nach mehrfachem Anlauf immer an der selben Stelle „hängen bleibt“, muss PipeMajor Sebastian Thomas eingreifen, sie spielen zu zweit auf einem Dudelsack, und plötzlich tun es ihm die umstehenden Piper gleich. DrumMajor Rudi Halsinger verfällt euphorisch in eine Tanzeinlage, so dass sich im Publikum bereits jeder Gedanken macht „Wie kann man den bloß wieder bremsen?“

Aber nicht nur die Ems-Highlander sorgen für einen Abend mit bleibenden Eindrücken: Celtic Stepfire, die Tanzformation aus Vreden, die sich dem Irish Stepdance verschrieben hat, war in kleinerer Besetzung als in den Vorjahren zu Gast, hat aber dennoch durch Perfektion in Vollendung die Blicke der Zuschauer bewundernd auf die Fußakrobatik bannen können. Travelling Left brachte mit viel Gefühl irische Balladen zum Besten, – aber auch Rauf- und Trinklieder von der sogenannten grünen Insel. Jeder einzelne Programmpunkt schien viel zu schnell wieder vorüber zu gehen. Bei der Zugabe der Ems-Highlander, „Mull of Kintyre“ schwelgte und summten die Liebhaber des irisch und schottischen Brauchtums mit und wurden durch den plötzlichen Abmarsch überrascht, hätte man doch zu gerne noch eine zweite, dritte Zugabe mitgenommen.

Als Special Guest unterhielten im Anschluss „The Foggy Dew“ das Publikum bis irgendwann in später Nacht die Türen von Stroetmanns Fabrik geschlossen wurden und sich alle sicher waren „Wir kommen wieder!“ – dann zum „5. irisch-schottischen Abend“, St. Patrick’s Day 2016.

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.