_MG_3438Es bruzzelte, es dampfte und es schmeckte dem kochbegeisterten Publikum gut im Restaurant Moderne Zeiten am Bahnhof. Im Oktober noch schenkte Pia-Engel Nixon den Stars und Sternchen auf der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises kulinarische Höhenflüge – gestern kam sie nach Emsdetten, um mit ihrem Konzept, das „Tresen-Kochen“ ambitionierten Hobby-Köchen vorzustellen

(ms) Pia-Engel Nixon, Köchin aus Leidenschaft, hat zehn Jahre in Australien gelebt. Dort hat sie eine Bilderbuchkarriere – buchstäblich von der Tellerwäscherin zur Küchenchefin – hingelegt. Mittlerweile ist sie wieder in den heimischen Ruhrpott zurückgekehrt. In Deutschland betreibt sie kein Restaurant, sondern tourt durch die Lande als Show-Köchin – und dies unter anderem auf Messen oder für die After-Show-Party bei „Germanys next Top-Model“ oder dem „Deutschen Fernsehpreis“. Am Donnerstag war Pia zum „Tresen-Kochen“ im Rahmen des Kulturangebotes „Musikschiene“ im Restaurant „Moderne Zeiten“. Wer sich hierfür angemeldet hatte, sollte es nicht bereuen, die Erwartungen wurden weit übertroffen. Während draußen die Züge in Richtung Rheine oder Münster fuhren, wurde im MoZ eine kulinarische Weltreise durch fünf Kontinente angekündigt. Und das Publikum wurde tatkräftig mit einbezogen: anfangs noch etwas zurückhaltend, genügte später ein kaum hörbares „Ich brauche Hilfe“ und schon eilten die Damen und Herren, die das Glück hatten, bei dieser Premiere dabei sein zu dürfen, an ihre Seite. Die Speisekarte reichte von einem Kichererbsen-Curry-Dip mit Fladenbrot (Afrika) über eine Kartoffelsuppe mit Grützwurst/Rote Beete/Erbsen (Europa) zum Sashimi-StyleTuna, Sesam/Wasashistampf/Ingwer (Asien). Den Abschluss bildete „Pavlova“, ein in Australien sehr beliebtes Dessert. Zuvor wurde jedoch noch Amerika durch einen „Pulled Pork BBQ Burger“ repräsentiert. Und all das wurde unter Anleitung der sympathischen Show-Chef-Köchin vom Publikum selbst zubereitet, natürlich nicht ohne vorheriges Händewaschen bzw. Tragen von Einweghandschuhen. Selbst dem Hallensprecher des TVE, Dirk „Schemi“ Schemann, dessen Kochkünste sich nach eigener Aussage auf „Brötchen durchschneiden“ beschränken, entrückte ein „Sensationell!!!“ beim Genuss der Kartoffelsuppe. Bereits erfahrenere Hobby-Köche erhielten auch immer wieder kleine Tricks und Kniffe. Lecker war’s, kurzweilig, lehrreich, unterhaltsam, – ein gelungener Abend der nach Wiederholung schreit, – dann sollte man sich aber bitte schnell anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Veranstaltung sicherlich nicht mehr lange nur ein Geheimtipp, sondern schon bald ein ausgebuchtes Event.

(Fotos/Text:MS)

Print Friendly, PDF & Email
TEILEN

Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.