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Um kurz vor zwei Uhr in der vergangenen Nacht alarmierte die Brandmeldeanlage eines Entsorgungsbetriebes an der Gutenbergstraße die Emsdettener Wehr, welche dann nach Inaugenscheinnahme der Brandstelle sofort Vollalarm auslöste, d. h. alle verfügbaren Männer der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten wurden angefunkt und rückten aus. Eine große Lagerhalle für Restmüll, welche bereits im Jahre 2008 das Opfer eines Großbrandes wurde, stand in Flammen. Sofort eingeleitete Messungen (welche während der noch andauernden Löscharbeiten stetig weiter durchgeführt werden) direkt am Brandort, wie auch großräumig in den angrenzenden Wohngebieten ergaben, dass die starke Rauchentwicklung zwar sehr unangenehm ist aber keine für Mensch und Leben schadhaften Stoffe festgestellt wurden. Vor Ort selber hat es zum Glück auch keinen Personenschaden gegeben, so dass man sich ausschließlich mit der Brandbekämpfung beschäftigen konnte. Inklusiv der Helfer vom DRK, die für die Verpflegung der Hilfskräfte zuständig ist, waren annähernd 100 Personen zeitgleich vor Ort. Nach ca. sechs bis sieben Stunden erfolgt dann ein Schichtwechsel.

Der noch in der Halle befindliche Restmüll steht unter Dauerbeschuss von Löschwasser, welches sich natürlich ansammelt und auf’s Gelände abfließt. Hier entsteht die nächste zu bewältigende Aufgabe: wegen der auf den Freiflächen gelagerten Materialien bedarf die Grundfläche einer entsprechenden Versiegelung, d. h., dass das Löschwasser nicht abfließen kann. In Summe dürften während der Nacht und des Samstages vermutlich über 2.000 m³ Wasser gepumpt worden sein.

Der brennende/schwelende Restmüll selber wird in der Halle schichtweise abgetragen und außerhalb abgelöscht. Eine Prozedur, die vielleicht sogar über den Samstag hinaus noch viele Arbeitskräfte binden wird.

Über die Brandursache wurden von offizieller Seite noch keine Angaben gemacht. Die am Montag beginnenden Bürgermeisterfahrten mit Emsdettens Senioren, deren Ziel in diesem Jahr das betroffene Entsorgungsunternehmen ist, sind nach Angaben der Firmenleitung nicht gefährdet, da für die Betriebsbesichtigung von Anfang an ein anderer Gebäudekomplex vorgesehen war.

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht.

Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.