Ein gemischtes Laufteam aus Breitensportlern, Leistungssportlern, Ultrasportlern und einem Weltmeister im Rückwärtslaufen ist seit dem 24. Juni unterwegs in Richtung Nodkap. Nicht mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug – nein, zu Fuss. Das „Laufteam“ des diesjährigen Spendenlaufs besteht aus 10 Läufern, die die gesamte Strecke von etwa 2.700km durch fünf Ländern erlaufen werden.

Der Spendenlauf zum Nordkap startete am 24. Juni am Timmendorfer Strand, Ziel ist bekanntlich das Nordkap in Norwegen, das die Sportler, zu denen auch Markus Jürgens aus Emsdetten angehört, nach ca. 15 Tagen erreichen möchten. Über Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland möchte man Norwegen erreichen. Aktuell hat das Team just die Bergfestmarke erreicht, die Hälfte der Strecke. Auf den ersten Kilometern vom Start bis nach Kopenhagen wurden die Gruppe zusätzlich durch Jugendliche und befreundete Läuferinnen und Läufer des TSV Eintracht Wolfshagen, dem Heimatverein des Haupt-Organisators, Rolf Nolte, unterstützt.

Dass die lange Strecke nicht von jedem Läufer einzeln absolviert werden kann, ist klar. Sie wird als Staffellauf absolviert. Es läuft also immer nur ein Läufer. Geplant ist, dass wir uns jeweils für 20 km in 2er-Teams (Läufer + Radbegleitung) aufteilen. Nachdem der Läufer aus dem 2er-Team 10 km gelaufen ist, wechselt er mit der Radbegleitung. Jeweils nach 20 km wird das 2er-Team gewechselt. Am Tag läuft jeder Läufer dementsprechend ca. 20 km und fährt 20 km Rad. Zur Regeneration läuft jeder Läufer jeden dritten Tag „nur“ 10 km. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wissen die Verantwortlichen, dass für einige Läufer dieses Tagespensum jedoch nicht ausreichend ist. Sie werden noch das eine oder andere Intervalltraining oder einen längeren Lauf in den Spendenlauf integrieren.

„Wir planen für die Strecke ca. 15 Tage ein. Jeder Läufer kommt so in etwa auf insgesamt 270 km. Je mehr wir uns dem Nordkap nähern, desto länger bleibt es hell, so dass wir sicherlich zum Ende, falls es unsere Kräfte noch zulassen, noch einige Extraschichten in den späten Abend- und in den frühen Morgenstunden einschieben werden.“, berichten die Sportler im Vorfeld des Laufes.

Auf dem Weg zur Bergfestmarke zeigten sich in den letzten Tagen gleichsam die Tücken und Schönheiten des abenteuerlichen Unterfangens. Ein Mitstreiter verließ die Gruppe (planmäßig) berufsbedingt. Zwei weitere sind mit Beschwerden im Bewegungsapparat unterwegs, laufen aber weiterhin mit. Die deutlich kürzeren Ruhezeiten stehen den Aktiven bisweilen auch ins Gesicht geschrieben. Dafür zeigt sich die schwedische Natur von ihrer schönsten Seite und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit motivieren. „Wir ruhen nicht in der Nacht. Wir laufen die Nächte durch und steuern jede zweite bzw. jede dritte Nacht einen Campingplatz an.“, berichtet Markus Jürgens gegenüber „Alles Detten“. „Der läuferische Ehrgeiz brennt erneut.“, berichten die Sportler über ihre Internetseite. Wieder wird um die Einteilung der Etappen gefeilscht, denn jeder möchte noch mehr Kilometer durch urige Wälder und an herrlichen Seen sammeln.

In diesem Jahr sammelt das Laufteam Spenden für die „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“. Der Verein unterhält unter anderem ein Elternhaus in Göttingen, in dem Eltern und Geschwister der erkrankten Kinder in der schwierigen Zeit der Therapie wohnen und eine professionelle psychosoziale Begleitung in Anspruch nehmen können.

Wer die Läufer finanziell unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, eine Spende auf folgendes Sonderkonto einzahlen:

TSV Wolfshagen
Sonderkonto Spendenlauf Nordkap 2016
Volksbank Nordharz eG
IBAN: DE71268900195607782300
BIC: GENODEF 1VNH

(Quelle: Fotos – www.spendenlauf-nordkap.de)

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