TSF_4880(ms) So verschwommen wie dieses Bild, war auch die Sicht der Mitarbeiter/-innen des (ehemaligen?) Marienhospitals, die sich am Freitag in den frühen Abendstunden getroffen hatten, um Abschied zu nehmen. Viele Tränen sind geflossen. Für viele ein sehr emotionaler Moment, einige wenige diskutierten noch, was schon tausendmal besprochen wurde. Bis zur endgültigen Abwicklung des laufenden Insolvenzverfahrens ist der Emsdettener Zweig der CKT erstmal ein „Krankenhaus ohne Patienten“. In weiten Teilen ein leeres Gebäude, u.a. die Pforte wird mit Tag- und Nachtdienst besetzt sein, weil ja die Brandmeldeanlage überwacht werden muss. Am Rande wird gewitzelt, weil die Schranken geöffnet sind – dass Parkhaus sei wenigstens jetzt frei nutzbar. Galgenhumor, über den keiner wirklich lachen kann. In jedem einzelnen Gesicht, das einem hier heute entgegenkam, ist Trauer zu erkennen, allerdings in Verbindung mit einem starken Willen, der den allerletzten Funken Hoffnung noch nicht aufgeben will. Es wäre uns allen zu gönnen, wenn wir in fünf Jahren „150 Jahre Marienhospital Emsdetten“ feiern könnten. Dann sei auch neckisch der Zusatz „…mit zwei Wochen Unterbrechung“ erlaubt…

 

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Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade. Schwegmann führt zudem die Chronik der Hollinger Schützengesellschaft in Wort und Bild.