26 Stunden vorher wusste noch keiner der Beteiligten so richtig Bescheid, die Idee war zwar da, aber so ein Abend mitten in der Session, da ist selbst der Stadtprinz nicht mehr Herr seines Kalenders, was da nicht von langer Hand geplant ist, wird fast unmöglich. – Fast, denn manchmal können zwei E-Mails und einige Telefonate dann doch Etwas bewegen und am späten Freitagabend war er dann doch noch Gast im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik. Aber wer ist „er“? Bissel Geduld, nach der Veranstaltung ist auch Euer „Detti“ noch etwas müde und da passierte ja auch noch einiges andere. Zuvor nämlich hat Berta (Sabine Hollefeld) ohne ihren Willi (Joschy Wolters), der zuhause mit „eine richtige Männergrippe am Dahinsiechen“ war, die 13 Paare des Stadtelferrates in der ihr eigenen Art vorgestellt. Wem vorgestellt? Den Gästen des Prinzenballes! Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, – halt all die, mit denen Frank und Elke auch privat gerne feiern. Moderiert wurde der Abend vom Präsi des Elferrates, Michael Wietkamp, – wir erinnern uns: das war der, der eigentlich über Karneval die Füße hochlegen wollte. Seitdem der Präsi aber auch noch weiß, dass er ja im Fall des Falles Ersatzprinz ist, trägt er schon mal eine weiße Strumpfhose unter dem schwarzen Anzug: „Man muss ja vorbereitet sein.“

Aber nun zum anfangs angekündigten Überraschungsgast: ein Emsdettener Jung, 1980 im Marienhospital geboren, an der Elberstraße aufgewachsen, hier seine Ausbildung gemacht. Lang-weilig, wird jetzt manch einer sagen, – das stimmt nur insoweit, als dass er mit Nachnamen tatsächlich Lange heißt, – Christian Lange. Seit nunmehr 18 Jahren lebt er in Münster und ist 2018 Stadtprinz Christian von Monestera. Also die gebürtige Münsteranerin Elke ist Stadtprinzessin in Emsdetten und der gebürtige Emsdettener Christian Stadtprinz in Münster. Mit „Larida“ zogen kurz vor Mitternacht, nachdem sie in Münster schon sechs Termine „abgefeiert“ hatten, Prinz Christian, die Stadtwache von Münster, die Tanz-Lore, ein Spielmannszug in den Bürgersaal ein. Münsteraner und Dettener Prinzenlieder wurden gesungen, „Lore“ tanzte und Orden wurden ausgetauscht.

Stunden später fuhr der Bus dann wieder in Richtung Münster, in Emsdetten wurde weiter gefeiert und das Ende dieser rauschenden Ballnacht ist zugleich der Startschuss für die vielen offiziellen Termine, die heute anstehen. Karneval scheint doch auch bissel Stress zu sein, – aber irgendwie auch schön, – wie sagte doch einst ein großer Emsdettener Humorist: „Karneval ist schönste Kokolores von Welt!“ – In diesem Sinne: Helau Detten, Helau Karneval, Helau Wir Alle !!!

Euer Detti…..

Manfred Schwegmann, im “richtigen Leben” Buchhalter eines international tätigen Fenster- und Fassadenbauers hier am Ort. Schwegmann war nebenher zwei Jahre als freier Mitarbeiter für die hiesige lokale Tageszeitung aktiv, hat zum 75-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten deren Geschichte zusammen gefasst und in einem Buch veröffentlicht. Neben weiteren kleinen war sein (zumindest in den Ausmaßen) größtes Projekt wohl die Glückwunschkarte zum Stadtjubiläum. 1.620 Portraits Emsdettener Bürger auf einer 163,8 qm großen Karte zierten im Jubiläumsjahr 2013 für sieben Wochen die Rathausfassade.

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