Der Lotse ist wieder an Bord. Wolfgang Krüper steht zum dritten Mal als Ortsbeauftragter an der Spitze der Emsdettener Malteser. Sein Antrieb: Die Hilfsorganisation, die gerade ihr 60-jähriges Bestehen in der Emsstadt feiert, für die Zukunft auf solide Füße stellen. Dazu zählt Krüper auch die Suche nach seinem eigenen Nachfolger – und einen Gerenationenwechsel.

Einen ersten Schritt in Sachen Generationenwechsel sind die Malteser am Dienstagabend bereits gegangen, als der stellvertretende Diözesanleiter der Malteser im Bistum Münster, Dr. Martin Altenburger, neben Wolfgang Krüper (75) auch eine Berufungsurkunde für Felix Willert bereithielt. Als gelernter Bankkaufmann ist der 25-Jährige für seine neue Aufgabe als Geschäftsführer wie geschaffen und kennt sich auch im Verband schon bestens aus: als Ausbilder für Erste Hilfe und als Sanitäter in der Notfallvorsorge hat er bereits gute Einblicke in die Strukturen und Schwerpunkte der Hilfsorganisation bekommen.

Wolfgang Krüper: „Bei der Verjüngung unserer Führungsstrukturen sind wir auf einem guten Weg. Mit Felix Willert machen wir den Anfang, hoffen aber, dass wir zum 1. Januar 2019 eine weitere junge Führungskraft gewinnen werden“. Auch darüber hinaus werden die Malteser Energie in die Gewinnung neuer Helfender und Führungskräfte stecken, denn für Krüper ist nach zwei Jahren Schluss: „Die Malteser berufen normalerweise ihre ehrenamtlichen Führungskräfte für zunächst vier Jahre. Unser Ziel ist aber, in zwei Jahren einen Nachfolger für mich gefunden zu haben“, erklärt der Pensionär. Gleiches gilt erst einmal für Felix Willert. Er will nach dieser Zeit zunächst Bilanz ziehen und sich dann entscheiden, ob er die Aufgabe als Geschäftsführer weiter ausführen kann und will.

Frank Achterkamp hat diese Aufgabe viele Jahre lang mit viel Herzblut erfüllt. Dafür sprachen die Aktiven der Malteser ihm großen Dank aus und überreichten ein kleines Präsent. Gleiches bekam auch Sebastian Barkemeyer, der sich in den vergangenen Jahren besonders in der Notfallvorsorge stark engagiert hat und auch als Ansprechpartner in technischen Fragen immer eine gute Anlaufstelle war. Sandra Heijman erhielt am Dienstagabend die Malteser-Verdienstmedaille in gold für ihren Einsatz als Ausbilderin für Erste Hilfe, als Mitinitiatorin des Flohmarktes „Kinderkram“, als Küchenteamerin in zahlreichen Lagern der Malteser Jugend und für viele weitere Aufgaben, denen sie sich immer wieder mit großer Motivation stellt.

Menschen wie sie, die ihre Motivation bei den Maltesern einbringen mögen, werden aktuell dringend gesucht. In den kommenden Wochen werden die Malteser deshalb mit einer kleinen Kampagne verstärkt um weitere ehr​enamtliche Mitstreiter werben. Dabei geht es auch um Unterstützung bei kleineren Verwaltungsaufgaben, in der Öffentlichkeitsarbeit und anderen Bereichen. Damit sich jeder in seinen neuen Aufgaben gut zurechtfinden kann, werden neue Ehrenamtliche gut begleitet und bekommen zahlreiche Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung.

  • ​Wolfgang Krüper war bereits Ortsbeauftragter der Emsdettener Malteser von 1982 bis 2003 und von 2005 bis 2008. In dieser Zeit hat er den Ortsverband stark geprägt. Der Einzug ins heutige Malteser-Zentrum, die Gründung der integrativen Seniorengruppen und Auslandshilfeprojekte in Osteuropa waren seine großen Anliegen. Dabei legte er immer auch Wert auf die Förderung der Jugendarbeit. Zuletzt war der pensionierte Lehrer Ortsbeauftragter bei den Maltesern in Greven und hat seit 2002 als Beauftragter der Malteser im Kreis Steinfurt Impulse für die Gründung einer Mantrailer-Staffel und zahlreiche Typisierungskooperationen mit der DKMS gegeben

    (Quelle: Foto/Text – Malteser Hilfsdienst e.V. Stadtverband Emsdetten)

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