Asiatisches Flair und ganz viel Akrobatik – wenige Gäste des chinesischen Nationalcircus reisten am Sonntagabend von Stroetmanns Fabrik aus direkt in das „Grand Hong Kong Hotel“.

Nachdem der Chinesische Nationalcircus in den letzten Jahren anhand von Geschichten in, mit und um legendäre Standorte, Städte und Metropolen Chinas deren fremde und zu gleich faszinierende Kultur dem Publikum zugänglich machte, wollte man nun nach den Erfolgsshows „Shanghai Nights“ und „Chinatown“ den noch fehlenden Hotspot aus dem Reich der Mitte, Hongkong, zum Thema des aktuellen Akrobatikmärchens machen.

Hongkong war von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des letzten Jahrhunderts eine britische Kolonie im südchinesischen Meer – umgeben von dem großen allgegenwärtigen Reich der Mitte. Nicht zuletzt ist auch dieser besonderen Position zwischen den Welten geschuldet, dass in dieser Stadt Handel, Wirtschaft und Population boomten. Seiner tausenden Jahre alte Tradition verpflichtet und der neuen modernen Welt zugewandt sucht sich dieser Stadtstaat Hongkong so seinen Platz im internationalen Wettstreit der Metropolen. Als Handlungsstrang der neuen Show spiegelte sich diese spannungsgeladene Situation in einem alten viktorianischen Grandhotel wieder, von dem aus sich Menschen aller Herren Länder, aus verschiedensten sozialen Schichten und Epochen auf den Weg machen, in die mysteriöse, chinesische Kultur. Abzutauchen, um sie und sich zu erkunden, Geschäfte zu machen, Handel zu treiben.

Circus trifft Asien, Magie lässt staunen, Artisten verzaubern.
Die preisgekrönte Akrobatik aus dem Reich der Mitte ließ die Gesetze der Schwerkraft aufheben. In der rund zweistündigen Show boten die Akteure sämtliche Facetten an Unterhaltungskünsten – wunderschöne Schlangenmädchen, elegante Handstandkünstler, charismatische Vasenjongleure, Clowns und Akrobaten nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise nach Hongkong. Akrobatische Darbietungen wurden mit einer Leichtigkeit vorgetragen, die ihresgleichen sucht. Strohhüte, Teller und zerbrechliche Vasen waren Bestandteile verschiedener Jonglage-Nummern.

Mit seinen waghalsigen Kletterversuchen auf einer Leite und einem Kampf gegen ein zerfallendes Fahrrad wusste auch Clown Joanes, wie sein Publikum zu unterhalten ist. Musikalisch begleitet wurde die Vorstellung von einem Pianisten, der Klassiker von Beethoven und Mozart jazzig interpretierte – Ray Charles´“Hit the road Jack“ lud die Zuschauer zum Mitklatschen ein.

Das Ensemble des chinesischen Nationalcircus bot zugleich eine unterhaltsame wie faszinierende Show aus dem Reich der Mitte, die beim Publikum bestens Anklang fand. Schade nur, dass so wenige Zuschauer den Weg in den Bürgersaal fanden. Bleibt zu hoffen, dass die Emsdettener sich auch im nächsten Jahr wieder auf eine akrobatische Reise in die asiatische Circus-Kultur freuen dürfen.

...ist gebürtiger Emsdettener und arbeitet hauptberuflich als Dipl.-Sozialpädagoge. In seiner Freizeit fotografiert er gern, sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Eventfotografie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fotografie in der Zeit der blauen Stunde. Im November 2013 initiierte Shajek das Projekt “Emsdetten fotografiert”, welches ebenfalls auf Facebook zu finden ist. Mit “Alles Detten” verwirklicht er nun ein nächstes Projekt, motiviert und inspiriert durch befreundete Fotografen, die das Projekt “Alles Münster” betreiben.

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